Rheinmetall Aktie: 80 Milliarden Euro Auftragsbestand

Rheinmetall meldet einen internationalen Auftrag für 155-Millimeter-Munition mit Auslieferung 2027 und baut den Auftragsbestand weiter aus.

Die Kernpunkte:
  • Fünfstellige Geschossmenge für internationalen Kunden
  • Auftragswert im niedrigen dreistelligen Millionenbereich
  • Auslieferung der Munition für 2027 vorgesehen
  • Auftragsbestand zur Jahresmitte über 80 Milliarden Euro

Der Rüstungskonzern Rheinmetall verzeichnet einen weiteren geschäftlichen Erfolg im Munitionsbereich. Wie das Düsseldorfer Unternehmen heute bekannt gab, hat ein internationaler Kunde einen Großauftrag über 155-Millimeter-Artilleriemunition erteilt.

Die Bestellung umfasst eine fünfstellige Anzahl an Geschossen. Das finanzielle Volumen liegt laut Unternehmensangaben im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich, während die Auslieferung für das Jahr 2027 vorgesehen ist.

An der Börse reagierte das Papier mit moderaten Gewinnen. Die Rheinmetall-Aktie notiert bei 998,40 Euro, was einem leichten Tagesplus von 0,5 Prozent entspricht. Damit beläuft sich der Börsenwert des Konzerns auf 46,31 Milliarden Euro.

Solide Nachfrage nach Munition stützt das operative Geschäft

Der jüngste Auftragseingang fügt sich in die kontinuierlich hohe Nachfrage nach Standardkalibern der westlichen Streitkräfte ein. Angesichts geleerter Bestände bei internationalen Partnern und der anhaltenden Beschaffungsinitiativen in Europa bleibt die Auslastung der Munitionsproduktion auf Jahre hinaus hoch.

Für das Düsseldorfer Rüstungshaus sichert die aktuelle Vereinbarung weitere Fertigungskapazitäten über das laufende und das kommende Geschäftsjahr hinaus ab.

Zuletzt hatte der Konzern bereits mehrere internationale Vereinbarungen gemeldet. Am 26. August erhielt Rheinmetall vom Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr den Abruf für ein modulares Einsatzcamp für bis zu 2.000 Soldaten in Litauen. Dieses Vorhaben schlägt für die Aufbauphase mit 250 Millionen Euro sowie jährlichen Betriebskosten von 40 Millionen Euro zu Buche.

Ergänzt wurden diese Abschlüsse durch Spezialaufträge in Übersee: So sicherte sich Rheinmetall Canada Anfang September eine Liefervereinbarung für Ersatzkomponenten mobiler Startgeräte der US-Navy im einstelligen Millionen-Euro-Bereich, deren Lieferungen bis Ende 2028 laufen sollen.

Rekordpolster im Auftragsbestand

Die anhaltenden Bestelleingänge untermauern die Entwicklung, die sich bereits im zweiten Quartal 2026 abgezeichnet hatte. In diesem Dreimonatszeitraum steigerte Rheinmetall den Umsatz um 69 Prozent auf 3,289 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis lag bei 562 Millionen Euro.

Zugleich wuchs der Auftragsbestand zur Jahresmitte auf über 80 Milliarden Euro an. Die strategische Positionierung in der Munitionsfertigung und der Landsysteme bleibt der zentrale Treiber dieser Entwicklung, da Verteidigungsbudgets in ganz Europa aufgestockt werden. Mit dem heute gemeldeten Auftrag für 2027 setzt der Konzern den kontinuierlichen Aufbau seines langfristigen Lieferprogramms fort.

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