Rheinmetall Aktie: 957 Euro über dem 52-Wochen-Tief

Nach dem geplatzten Marine-Deal zeigt die Rheinmetall-Aktie eine erste Gegenbewegung, bleibt aber charttechnisch angeschlagen.

Die Kernpunkte:
  • Leichter Kursanstieg zu Wochenbeginn
  • Verlust des Fregatten-Auftrags an TKMS
  • Kurs nahe 52-Wochen-Tief bei 902 Euro
  • Charttechnische Hürde bei 960 Euro

Rheinmetall startet mit einem leichten Plus in die neue Handelswoche. Das ist eine erste Reaktion auf den herben Rückschlag der Vorwoche. Damals verlor der Rüstungskonzern einen wichtigen Marine-Auftrag an die Konkurrenz.

Geplatzter Marine-Deal belastet

Das Bundesverteidigungsministerium hat das Rüstungsprojekt Fregatte F126 am 24. Juni gestoppt. Die Behörde nannte zeitlichen Verzug und hohe Kosten als Gründe. Rheinmetall versuchte noch, das Projekt zu retten. Der Konzern ging dabei leer aus. Stattdessen will die Bundesregierung nun Fregatten beim U-Boot-Bauer TKMS beschaffen. Die Folge: ein massiver Kursrutsch.

Kritische Marke im Fokus

Am Montagmorgen notierte die Aktie bei rund 957 Euro. Damit liegt der Kurs nur knapp über dem jüngsten 52-Wochen-Tief von 902,50 Euro. Vom Rekordhoch aus dem vergangenen Oktober ist Rheinmetall weit entfernt. Der Wert hat sich seitdem fast halbiert.

Charttechnisch bleibt die Lage angespannt. Marktbeobachter von 4investors sehen einen Anstieg über 960 Euro als erstes positives Signal. Gelingt dieser Sprung, rücken höhere Zwischenziele ins Visier. Rutscht das Papier unter die wichtige 900-Euro-Marke, droht ein weiteres Verkaufssignal. Dann könnte die Aktie weiter abwerten.

Vertrauen als Währung

Die frühe Montagserholung verschafft der Aktie eine kurze Atempause. Für eine nachhaltige Trendwende braucht der Markt neues Vertrauen in die Auftragspipeline. Richtungsweisend ist nun der Schlusskurs am Montag. Behauptet Rheinmetall das Niveau über dem jüngsten Tief, stabilisiert sich die kurzfristige Stimmung. Fällt der Kurs wieder zurück, verpufft die aktuelle Gegenbewegung.

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