Rheinmetall Aktie: Auftrag auf Auftrag

Rheinmetall erhält weiteren Großauftrag über eine Milliarde Euro für Soldatensysteme. Weltweit steigende Militärausgaben beflügeln die Aktie.

Die Kernpunkte:
  • Bundeswehr bestellt Soldatensysteme für 1,04 Milliarden Euro
  • Lieferung von Ausrüstung für 8.600 Soldaten vereinbart
  • Globale Rüstungsausgaben erreichen neuen Rekordwert
  • Rheinmetall-Aktie legt um rund zwei Prozent zu

Der Rüstungskonzern aus Düsseldorf lässt sich nicht bremsen. Heute trudelte der nächste Milliardendeal ein — und der Kurs reagierte prompt.

1,04 Milliarden für den Infanteristen der Zukunft

Die Bundeswehr hat bei Rheinmetall Electronics weitere Soldatensysteme vom Typ „Infanterist der Zukunft – Erweitertes System“ abgerufen. Der Auftragswert liegt bei 1,04 Milliarden Euro. Konkret geht es um die Modernisierung bestehender Systeme sowie die Lieferung von 237 zusätzlichen Zugsystemen — Ausrüstung für insgesamt 8.600 Soldaten. Schutzwesten, Uniformen, Nachtsichtgeräte, Tablets und Vernetzungssoftware, alles aus einer Hand, auslieferbereit zwischen November 2027 und Dezember 2029.

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Der Auftrag stammt aus einem Rahmenvertrag, den das Bundeswehr-Beschaffungsamt bereits im Februar 2025 mit einem Maximalvolumen von 3,1 Milliarden Euro abgeschlossen hatte. Erst kürzlich hat der Bundestag weitere 1,3 Milliarden Euro für das Projekt freigegeben. Die Pipeline ist also noch lange nicht leer.

Rückenwind aus aller Welt

Passend dazu liefert das Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) den makroökonomischen Rahmen: Die weltweiten Militärausgaben kletterten 2025 auf einen Rekordwert von 2,89 Billionen Dollar — bereits das elfte Jahr in Folge mit steigenden Verteidigungsbudgets. Europa legte dabei besonders stark zu, nämlich um 14 Prozent auf 864 Milliarden Dollar.

Auch in Großbritannien sitzt das Geld locker: Im Rahmen der deutsch-britischen Annäherung liefert Rheinmetall bereits 623 Transportpanzer für die britische Armee. Das Vereinigte Königreich plant, seine Verteidigungsausgaben ab 2027 auf 2,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu heben. Für Rheinmetall bedeutet das weiteres Potenzial jenseits der eigenen Landesgrenze.

An der Börse spürte man die Aufbruchsstimmung im Rüstungssektor heute deutlich. Rheinmetall legte rund zwei Prozent zu, während der DAX insgesamt kaum vom Fleck kam und nur knapp im Plus schloss. Der Rüstungssektor war europaweit die stärkste Branche des Tages.

Der Auftragseingang wächst, die Abrufrahmen sind üppig befüllt, und der geopolitische Kontext dürfte den Rückenwind vorerst nicht abflauen lassen.

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