Rheinmetall Aktie: Barclays sieht 2035 Euro

Barclays bestätigt Overweight-Rating für Rheinmetall und sieht trotz jüngster Kursverluste erhebliches Gewinnwachstum. Analysten erwarten operative Verbesserungen.

Die Kernpunkte:
  • Barclays bestätigt Overweight-Einstufung
  • Kursziel von 2035 Euro ausgegeben
  • Operativer Gewinn soll 45 Prozent steigen
  • Aktie erholt sich um über zehn Prozent

Rekordaufträge in den Büchern, aber ein Kursverlust von über 20 Prozent seit Jahresbeginn — bei Rheinmetall klaffen operative Perspektive und Börsenrealität spürbar auseinander. Ein Analystenkommentar aus London sorgt am Mittwoch nun für einen kräftigen Impuls. Die britische Investmentbank Barclays sieht ein erhebliches Aufholpotenzial und traut dem Düsseldorfer Rüstungskonzern ein außergewöhnliches Gewinnwachstum zu.

Analyst Afonso Osorio bestätigt die Einstufung auf „Overweight“ und ruft ein Kursziel von 2035 Euro auf. Das entspricht vom aktuellen Niveau einem gewaltigen rechnerischen Puffer. Die Bank stützt ihren Optimismus auf die strukturelle Wachstumsstory. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Barclays mit einem Anstieg des operativen Gewinns um 45 Prozent.

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Damit würde das Unternehmen den Branchendurchschnitt weit hinter sich lassen. Analysten erwarten für den Sektor lediglich ein Plus von 19 Prozent. Marktbeobachter werten die Studie als wichtiges Signal, nachdem die Quartalszahlen Anfang Mai die hohen Markterwartungen teilweise verfehlt hatten. Operative Engpässe bremsten den Umsatz zum Jahresstart.

Fokus auf Londoner Investorenkonferenz

Der Auftragsbestand des Rüstungskonzerns markierte zuletzt einen Rekordwert von 73 Milliarden Euro. Um diese Aufträge profitabel abzuarbeiten, fordert der Markt nun Klarheit. Im Mittelpunkt steht ein aktuelles Treffen des Rheinmetall-Managements auf der „European Leadership Conference“ von Barclays in London.

Finanzvorstand Klaus Neumann und IR-Leiter Dirk Winkels sollen dort detailliert aufzeigen, wie der Konzern die operativen Vorhaben im zweiten Quartal umsetzen will. Die britische Bank bewertet diesen Austausch als zentralen Katalysator. Er könnte verbleibende Bedenken hinsichtlich kurzfristiger Ausführungsrisiken zerstreuen.

Starke Erholung nach Kurstief

Am Aktienmarkt kommt die Rückendeckung gut an. Das Papier klettert am Mittwoch um 2,59 Prozent auf 1.236,20 Euro. Damit setzt sich eine dynamische Erholung fort, die den Kurs auf Wochensicht bereits um über zehn Prozent anschob.

Trotz des aktuellen Schwungs bleibt das mittelfristige Chartbild eingetrübt. Seit dem Allzeithoch im vergangenen September hat die Aktie massiv korrigiert. Der Abstand zur 200-Tage-Linie signalisiert mit einem Minus von 25 Prozent weiterhin einen klaren Abwärtstrend. Ein extrem hoher RSI-Wert warnt parallel dazu vor einer kurzfristigen Überhitzung.

Die nächste Bewährungsprobe für das Management steht bereits im Kalender. Am 6. August legt Rheinmetall den Finanzbericht für das zweite Quartal vor. Spätestens dann muss das Unternehmen belegen, dass die angekündigte Wachstumsbeschleunigung greift und die Lieferketten reibungslos funktionieren.

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