Rheinmetall Aktie: Berenberg bestätigt 1.750-Euro-Ziel
Trotz eines Kursrückgangs von 25 Prozent im Jahresverlauf bestätigt Berenberg das Kaufvotum für Rheinmetall und sieht Kurstreiber durch den NATO-Gipfel.

- Berenberg bestätigt Kaufempfehlung für Rheinmetall
- Kursziel unverändert bei 1.750 Euro
- Eurosatory-Messe als Stimmungsbarometer genutzt
- NATO-Gipfel als möglicher Kurstreiber genannt
Rüstungsmesse, Analystenbestätigung, aber die Aktie notiert noch immer fast 40 Prozent unter ihrem Jahreshoch. Bei Rheinmetall klaffen operative Stärke und Kursentwicklung weit auseinander.
Berenberg sieht Einstiegschance
Berenberg-Analyst George McWhirter bekräftigte am 19. Juni sein „Buy“-Rating für Rheinmetall. Das Kursziel bleibt bei 1.750 Euro. Grundlage war ein Besuch der Verteidigungsmesse Eurosatory in Paris. McWhirter berichtete von höheren Besucherzahlen als vor zwei Jahren — und sah darin einen klaren Kontrast zur schwachen Kursentwicklung europäischer Rüstungswerte.
Die Bank sprach nach Gesprächen mit elf Unternehmen von günstigen Bewertungen und starkem Gewinnwachstum im Sektor. Als konkrete Kurstreiber nannte Berenberg den NATO-Gipfel am 7. und 8. Juli sowie die Bestätigung erwarteter Großaufträge.
Eurosatory liefert Branchenstimmung
Die Messe lief vom 15. bis 19. Juni in Paris. Rheinmetall zeigte dort Systeme aus mehreren Bereichen: einen Containerized Missile Launcher für das Loitering-Munition-System FV-014, den Lynx KF41 in einer Aufklärungsvariante mit Counter-UAS-Ausstattung, das Drohnenabwehrsystem Hermelin cUAS und den unbemannten Überwasserträger Kraken K3 Scout.
Berenberg wertet den Messeauftritt weniger als Produktneuheit. Der Analyst sieht darin einen Stimmungsindikator für die gesamte europäische Verteidigungsindustrie.
Aktie weit unter gleitenden Durchschnitten
Der Freitagsschlusskurs lag bei 1.200,20 Euro — ein Tagesplus von 2,16 Prozent. Auf Jahressicht steht die Aktie jedoch mit 25 Prozent im Minus. Der 200-Tage-Durchschnitt bei rund 1.585 Euro liegt mehr als 24 Prozent über dem aktuellen Kurs.
Das 52-Wochen-Tief von 1.099,80 Euro vom 13. Mai ist mit knapp neun Prozent Abstand noch in Reichweite. Der RSI von 46,8 zeigt keine extreme Überhitzung, die Volatilität bleibt mit annualisierten 41 Prozent aber erhöht.
Operativ hält Rheinmetall an seinen Jahreszielen fest: Für 2026 plant der Konzern einen Umsatz zwischen 14,0 und 14,5 Milliarden Euro sowie eine operative Marge von rund 19 Prozent. In der neuen Woche nimmt der Vorstand an der Mediobanca CEO Conference in Mailand teil (23. Juni) und am Baader Bank Partner Summit in Unterschleißheim (25. Juni). Den Quartalsbericht für das zweite Quartal veröffentlicht Rheinmetall am 6. August.
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