Rheinmetall Aktie: Berenberg sieht Kursziel 1.600 Euro

Pierburg soll rund 1,5 Millionen Euro Förderung erhalten; Rheinmetall plant mehr als 4,4 Millionen Euro für neue Fertigungsverfahren.

Die Kernpunkte:
  • Förderung für NanoLam-Kondensatorprozesse vorgesehen
  • Rheinmetall plant über 4,4 Millionen Euro Investitionen
  • Berenberg empfiehlt die Aktie zum Kauf
  • Quartalsmitteilung erscheint am 5. November 2026

Rheinmetall erweitert neben Großprojekten im Kerngeschäft zunehmend seine technologische Basis für industrielle und sicherheitsrelevante Spezialanwendungen.

Die Tochtergesellschaft Pierburg Pump Technology soll Fördermittel von rund 1,5 Millionen Euro für die Weiterentwicklung von Produktionsprozessen rund um sogenannte NanoLam™-Kondensatoren erhalten. Das Unternehmen selbst plant in diesem Kontext Investitionen von über 4,4 Millionen Euro, um neuartige Fertigungsverfahren voranzutreiben.

Technologiefelder und maritime Erprobungen

Dieser Vorstoß in spezialisierte Fertigungstechnologien reiht sich in mehrere operative Schritte des Konzerns ein. Im maritimen Bereich demonstrierte Rheinmetall im September bei der NATO-Übung REPMUS26 in Portugal vernetzte unbemannte Systeme zum Schutz maritimer Infrastruktur.

Ergänzt werden diese Aktivitäten durch Projekte im Sicherheits- und Aufklärungsbereich. Dazu zählt der gemeinsam mit Argotec entwickelte Satellit zur militärischen Luftverteidigungsüberwachung, der Anfang des Monats mit einer SpaceX-Falcon-9-Rakete in den Orbit transportiert wurde.

Auch im US-Geschäft verbuchte der Konzern zuletzt Zuwächse, nachdem eine Tochtergesellschaft einen Fertigungs- und Modernisierungsauftrag für Lafettensysteme der U.S. Army über rund 18,05 Millionen Euro vermelden konnte.

Analystenlob und Stimmrechtsveränderungen

Am Kapitalmarkt wird die operative Entwicklung aufmerksam verfolgt. Die Privatbank Berenberg stufte die Rheinmetall-Aktie am 24. September mit einer Kaufempfehlung („Buy“) ein und setzte ein Kursziel von 1.600 Euro an.

Auf Investorenseite gab es ebenfalls Veränderungen in der Aktionärsstruktur. Eine Stimmrechtsmitteilung wies am 25. September für FMR LLC einen Anteil von 2,78 Prozent an Rheinmetall aus. An der Börse beendete das Papier den Handel am Freitag bei 959,80 Euro. Damit notiert der Titel 6,3 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief von 902,50 Euro, das im Juni markiert worden war.

Fokus richtet sich auf den November

Die kommenden Wochen dürften für Anleger vor allem von der operativen Geschäftsentwicklung geprägt sein. Neue Impulse erwarten Marktteilnehmer von den nächsten Geschäftszahlen: Rheinmetall wird die Mitteilung zum dritten Quartal 2026 für den Berichtszeitraum von Januar bis Ende September am 5. November 2026 veröffentlichen. Dieser Zwischenbericht wird zeigen, wie stark sich das wachsende Projektportfolio bereits im operativen Ergebnis des Konzerns niederschlägt.

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