Rheinmetall Aktie: Brandstifter in Calden?
Rheinmetall lieferte erste Caracal-Serienfahrzeuge aus; nach einem Brand auf einer geplanten Standortfläche prüfen Ermittler ein Bekennerschreiben.

- Drei Baumaschinen auf Baustelle abgebrannt
- Polizei prüft mutmaßliches Bekennerschreiben
- Erste Caracal-Serienfahrzeuge an zwei Länder ausgeliefert
- Quartalszahlen für den 5. November angekündigt
Rheinmetall verlor gestern im schwachen Umfeld deutscher Rüstungsaktien 2,0%. Medienberichten zufolge belasteten die für die erste Novemberhälfte vorbereiteten Ukraine-Gespräche in Abu Dhabi und die bevorstehende Zahlensaison die Branche. Eine Unternehmensmeldung habe den Abschlag nicht erklärt.
Ermittlungen nach Brand auf geplanter Standortfläche
Auf einer Baustelle am Flughafen Kassel-Calden, wo Rheinmetall einen Standort plant, brannten gestern drei Baumaschinen. Nach Medienberichten ging die Polizei zunächst von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Der Staatsschutz ermittelte wegen eines möglichen politischen Motivs.
Heute wurde berichtet, dass der Polizei ein im Internet veröffentlichtes mutmaßliches Bekennerschreiben zu dem Brand vorliege. Die Ermittler prüften dessen Echtheit; Täterschaft und Motiv seien damit nicht bestätigt.
Auslieferungen und Quartalszahlen im Blick
Rheinmetall meldete gestern außerdem die Auslieferung der ersten Caracal-Serienfahrzeuge an Deutschland und die Niederlande. Nach Unternehmensangaben sollen insgesamt bis 2030 über 1.500 Fahrzeuge geliefert werden.
Bereits am 22. Oktober eröffnete Rheinmetall Defence UK in Telford die UK Gun Hall zur Fertigung großkalibriger Waffen. Laut Unternehmen kehrt damit die eigenständige Produktion großkalibriger Waffen nach Großbritannien zurück.
Bei voller Auslastung sind dort jährlich bis zu 245 Rohre und mehr als 50 Verschlüsse vorgesehen. Seine Investitionen im Vereinigten Königreich bezifferte Rheinmetall für die vergangenen fünf Jahre auf mehr als 200 Millionen Pfund.
Gestern kündigte das Unternehmen zudem an, sein Portfolio für Seestreitkräfte auf der Euronaval vom 3. bis 6. November 2026 zu präsentieren. Für den 5. November 2026 ist die Veröffentlichung der Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 geplant. Damit fällt der nächste angekündigte Berichtstermin in die bevorstehende Zahlensaison, die Medienberichte als Teil des belastenden Branchenumfelds nennen.
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