Rheinmetall Aktie: Chef kauft zu 1.405 Euro
Rheinmetall verfehlt Umsatzerwartungen im ersten Quartal, überzeugt aber mit Margensteigerung und Rekordauftragsbestand von 73 Milliarden Euro.

- CEO erwirbt Aktien für 500.000 Euro
- Umsatz bleibt unter Analystenschätzungen
- Operative Marge steigt auf 11,6 Prozent
- Auftragsbestand erreicht neuen Höchststand
CEO Armin Papperger kaufte am 7. Mai eigene Aktien für gut 500.000 Euro — zu einem Zeitpunkt, an dem der Kurs unter Druck steht und Anleger die Q1-Zahlen verdauen. Ein klares Signal, dass er die Bewertung für günstig hält.
Umsatz verfehlt, Margen überzeugen
Die vollständigen Erstquartalsergebnisse lieferten ein gemischtes Bild. Der Umsatz stieg um 8 Prozent auf 1,94 Milliarden Euro — blieb damit aber deutlich hinter der Markterwartung von 2,3 Milliarden Euro zurück. Das Vorjahresquartal war durch Vorzieheffekte verzerrt gewesen, was den Vergleich zusätzlich erschwert.
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Beim Ergebnis lief es besser. Das operative Ergebnis legte überproportional um 17 Prozent auf 224 Millionen Euro zu, die operative Marge verbesserte sich auf 11,6 Prozent. Wer auf die Profitabilität schaut, findet hier wenig zu mäkeln.
Der operative Free Cashflow fiel auf minus 285 Millionen Euro. Grund sind entfallende Vorauszahlungen aus dem Vorjahr sowie Vorratsaufbau für das laufende Wachstum — strukturell erklärbar, kurzfristig aber belastend.
Auftragsbestand auf Rekordniveau
Was die langfristige Perspektive stützt: Der Auftragsbestand inklusive Rahmenverträgen kletterte zum 31. März auf 73 Milliarden Euro, nach 56 Milliarden Euro im Vorjahr. Das entspricht etwa dem Fünffachen des für 2026 geplanten Jahresumsatzes. Erstmals enthalten ist das neue Segment Naval Systems, das Bestandsprojekte im Wert von 5,5 Milliarden Euro mitbrachte.
Das Marinesegment lieferte im ersten Monat nach Konsolidierung bereits eine operative Marge von 10,1 Prozent. Wesentliche Umsatzbeiträge kamen aus laufenden Schiffbauprogrammen für die Bundeswehr und Bulgarien. Parallel verdichten sich allerdings Berichte über Kostensteigerungen beim Fregatten-Programm F126.
Prognose bestätigt, Q2 soll anziehen
Das Management hält an seinem ambitionierten Jahresziel fest: 40 bis 45 Prozent Umsatzwachstum, eine operative Marge von rund 19 Prozent und eine Cash-Conversion-Rate von über 40 Prozent. Papperger kündigte für das zweite Quartal explizit eine Beschleunigung an — mit „großvolumigen Beauftragungen im Marine- sowie im Fahrzeugbereich“.
Die Aktie notiert aktuell bei 1.347,60 Euro und liegt damit nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 1.337,60 Euro. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 16 Prozent verloren. Ob der CEO-Kauf den Boden markiert, hängt maßgeblich davon ab, ob Pappergers Versprechen für Q2 eingelöst wird — die nächsten Auftragsmeldungen aus dem Marinebereich werden zeigen, wie belastbar diese Erwartung ist.
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