Rheinmetall-Aktie: Der Wahnsinn!

Rheinmetall plant strategische Übernahme des militärischen Bereichs der Lürssen-Werft, was die Expansion in den Schiffbau bedeuten und das Portfolio erheblich erweitern würde.

Die Kernpunkte:
  • Aktie legt um über 3 Prozent zu
  • Strategische Erweiterung ins Marinegeschäft
  • Übernahme von Naval Vessels Lürssen geplant
  • Portfolio-Ausbau von Land- zu Seesystemen

Liebe Leserinnen und Leser,

Rheinmetall legte heute um mehr als 3 % zu. Die Aktie ist wieder auf dem Weg dazu, die Marke von 1.700 und dann auch 1.800 Euro zu erobern. Gegenwärtig schaffte es der Kurs auf ein Niveau von 1.694,50 Euro. Das ist ein starkes Ereignis. Denn: Die Wende scheint geschafft. Die Notierungen sind aktuell noch immer auf dem Weg der Erholung. Dies ist ein wertvoller Schritt dahin. Und dafür gibt es neben der guten Tagesstimmung generell auch handfeste Gründe.

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Der Paukenschlag mit der Lürssen-Werft!

Für Aufmerksamkeit sorgt jedoch nicht nur die Kursentwicklung, sondern auch ein möglicher bedeutender Schritt in der Unternehmensstrategie. Rheinmetall will den militärischen Teil der traditionsreichen Lürssen-Werft übernehmen. Dieses Vorhaben gilt in der Branche als Paukenschlag. Bislang ist Rheinmetall vor allem durch seine Land-Systeme bekannt, insbesondere Panzer, Artillerie und Munition. Mit einem Einstieg in den Schiffbau würde der Konzern sein Portfolio erheblich erweitern und in eine neue Dimension vorstoßen.

Die Lürssen-Familie, die seit Generationen im Schiffbau tätig ist, möchte sich von ihrem militärischen Bereich trennen. Konkret geht es um Naval Vessels Lürssen (NVL), ein Unternehmen, das sich auf Kriegsschiffe spezialisiert hat. Lürssen will sich künftig stärker auf den Bau von Luxus-Yachten konzentrieren und trennt sich deshalb vom Rüstungsgeschäft.

Für Rheinmetall kommt dieses Vorhaben zum richtigen Zeitpunkt. Vorstandschef Armin Papperger verfolgt das Ziel, den Konzern breiter aufzustellen. Hintergrund ist die sogenannte Zeitenwende, die zu stark gestiegenen Verteidigungsausgaben in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern geführt hat. Mit der Übernahme von NVL könnte Rheinmetall nicht nur sein Geschäftsfeld erweitern, sondern auch seine Position im globalen Wettbewerb deutlich ausbauen.

Schon heute liefert Rheinmetall maritime Systeme, etwa Schiffsgeschütze und Ausrüstung für die Marine. Doch der mögliche Kauf von NVL wäre weit mehr als eine Ergänzung. Er würde den Konzern von einem Spezialisten für Land-Systeme zu einem Anbieter machen, der ein komplettes Portfolio vom Panzer bis zur Fregatte anbieten könnte. Damit entstünde ein neuer integrierter Rüstungskonzern, der sowohl an Land als auch auf See führend wäre.

Die Branche wertet dieses Vorhaben als logischen Schritt. Die deutsche Rüstungsindustrie gilt traditionell als stark zersplittert, mit vielen spezialisierten Unternehmen, die jeweils in Nischen tätig sind. Ein Zusammenschluss unter dem Dach von Rheinmetall könnte die Kräfte bündeln und die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich steigern.

Der mögliche Deal ist allerdings noch nicht abgeschlossen. Der Aufsichtsrat von Rheinmetall muss der Übernahme zustimmen. Auch die Lürssen-Familie muss ihre Entscheidung endgültig fällen. In einem internen Schreiben hat Naval Vessels Lürssen die laufenden Gespräche bereits bestätigt, was als klares Signal gilt, dass die Verhandlungen weit fortgeschritten sind.

Noch bleibt offen, ob die Übernahme gelingt. Sicher ist jedoch, dass die gesamte Branche gespannt nach Bremen blickt, wo die Zentrale von NVL angesiedelt ist. Für Rheinmetall wäre es einer der größten strategischen Schritte der vergangenen Jahre und ein Signal, dass der Konzern bereit ist, über sein bisheriges Kerngeschäft hinauszugehen.

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