Rheinmetall Aktie: Deutsche Bank senkt Ziel auf 1.800 Euro

Rheinmetall-Aktie erholt sich, doch Analysten streiten über Kursziele. Zwei Großbanken senken ihre Erwartungen, während die Volatilität hoch bleibt.

Die Kernpunkte:
  • Kurserholung nach starkem Wochenplus
  • Deutsche Bank senkt Kursziel deutlich
  • JPMorgan bleibt skeptisch bei Rheinmetall
  • Hohe Volatilität und neutrale Signale

Starke Erholung auf der einen Seite, tiefe Risse bei den Experten auf der anderen. Bei Rheinmetall klaffen Kursentwicklung und Analystenmeinungen derzeit spürbar auseinander. Während die Aktie nach einem Absturz wieder anzieht, streichen zwei Banken ihre Kursziele zusammen.

Erholung mit Hindernissen

Das Papier schloss am Montag bei 1.139 Euro. Auf Wochensicht verzeichnet die Aktie ein deutliches Plus von knapp 14 Prozent. Zuvor war der Rüstungskonzern tief gefallen und markierte erst Ende Juni ein neues Jahrestief.

Von alter Stärke ist der DAX-Titel allerdings weit entfernt. Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust auf rund 29 Prozent. Auch der Abstand zum Rekordhoch bleibt mit 43 Prozent gewaltig. Der Kurs notiert weiterhin deutlich unter der wichtigen 50-Tage-Linie.

Gespaltenes Analystenlager

In diesem Umfeld melden sich nun zwei Großbanken zu Wort. Christoph Laskawi von der Deutschen Bank senkte sein Ziel von 2.100 auf 1.800 Euro. Er behält seine Kaufempfehlung bei. Der Experte sieht mittelfristig ein Kurspotenzial von mehr als 60 Prozent.

JPMorgan schlägt indes wesentlich vorsichtigere Töne an. Analyst David H. Perry reduzierte sein Kursziel auf 1.350 Euro. Er bewertet die Papiere lediglich neutral und kappte seine Gewinnschätzungen.

Seine Skepsis hat konkrete Gründe. Verteidigungstechnologien verändern sich laut Perry wesentlich schneller als erwartet. Parallel dazu brauche die Bundesregierung mehr Zeit für neue Aufträge. Ausführungsrisiken und Margendruck trüben das Bild zusätzlich.

Hohe Nervosität bleibt

Diese Unsicherheit spiegelt sich direkt im Handel wider. Mit einer kurzfristigen Volatilität von 70 Prozent bleibt Rheinmetall extrem nervös. Der RSI-Indikator signalisiert mit einem Wert von 51 aktuell eine neutrale Marktphase.

Ohne eine Beschleunigung der staatlichen Auftragsvergabe fehlt dem Rüstungskonzern ein klarer Kurstreiber. Solange die Bundesregierung zögert, deckeln die Margen-Bedenken der vorsichtigen Analysten das weitere Aufwärtspotenzial der Aktie.

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