Rheinmetall Aktie: Dreistelliger Millionenauftrag!

Der Rüstungskonzern sichert sich einen dreistelligen Millionenauftrag für den Luchs 2. Gleichzeitig treiben geopolitische Spannungen im Nahen Osten die Aktie und den gesamten Sektor an.

Die Kernpunkte:
  • Auftrag für Türme und Kanonen bis 2031
  • Geopolitische Eskalation stützt Rüstungswerte
  • Aktie legt deutlich zu bei schwachem DAX
  • Defensive Werte profitieren von Unsicherheit

Der Düsseldorfer Rüstungskonzern hat heute einen Großauftrag zur Ausrüstung des neuen Bundeswehr-Spähfahrzeugs Luchs 2 gemeldet. Parallel dazu sorgen die eskalierenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran für zusätzliche Fantasie bei Rüstungswerten. Die Aktie zeigte sich heute deutlich stärker als der schwache Gesamtmarkt.

Luchs 2: Großauftrag bis 2031

Rheinmetall liefert künftig den Mittelkaliber-Turm, die Maschinenkanone sowie Simulatoren für das neue Spähfahrzeug der Bundeswehr. Der Auftragswert liegt im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Auftraggeber ist General Dynamics European Land Systems, den größten Teil der Arbeiten übernimmt Rheinmetall Electronics in Bremen. Bis 2031 sollen zunächst 274 Türme ausgeliefert werden.

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Der Auftrag kommt zu einem günstigen Zeitpunkt: Erst diese Woche hatte das Verteidigungsministerium entschieden, Rheinmetall bei der Beschaffung von Kamikazedrohnen zunächst nicht zu berücksichtigen. Die Testergebnisse des Konzerns seien „noch nicht hinreichend“ gewesen, hieß es in einem internen Papier. Stattdessen gehen Aufträge im Wert von rund 540 Millionen Euro an die Start-ups Stark Defence und Helsing.

Nahost-Konflikt treibt Sektor

Doch die geopolitischen Entwicklungen spielen dem Rüstungssektor ohnehin in die Karten. US-Präsident Donald Trump hat dem Iran eine Frist von 10 bis 15 Tagen für ein Abkommen gesetzt und gleichzeitig massiv militärische Kapazitäten in die Region verlegt. Die USA bündeln dort derzeit die schlagkräftigste Truppe seit der Irak-Invasion 2003. Trumps Drohung war unmissverständlich: „Entweder wir erzielen eine Einigung oder es wird für sie bedauerlich.“

Der Iran reagierte mit einer scharfen Warnung: Im Fall eines Angriffs würden „alle Stützpunkte, Einrichtungen und Vermögenswerte der feindlichen Streitkräfte in der Region“ legitime Ziele darstellen. Allein das US-Militär unterhält im Nahen Osten Dutzende Stützpunkte mit insgesamt mehreren Zehntausend Soldaten.

Kursentwicklung: Rheinmetall trotzt schwachem Markt

Während der DAX am Donnerstag 0,9 Prozent verlor und bei 25.044 Punkten schloss, legte die Rheinmetall-Aktie 2,9 Prozent zu und beendete den Handel bei 1.743,50 Euro. Damit war der Titel einer der wenigen Gewinner im deutschen Leitindex. Auch andere Rüstungswerte zeigten relative Stärke: Hensoldt gewann 1,5 Prozent.

Die defensivere Positionierung der Anleger angesichts der geopolitischen Unsicherheit zeigte sich deutlich: Neben Rüstungstiteln waren vor allem Immobilienaktien gefragt. Vonovia stieg um 1,6 Prozent, Aroundtown sogar um 14,1 Prozent.

Das schwache Marktumfeld wurde vor allem durch die enttäuschende Prognose von Airbus belastet. Der DAX-Schwergewicht brach um 6,7 Prozent ein, nachdem der Konzern den Produktionshochlauf der A320-Serie wegen Triebwerksproblemen drosseln musste. Auch Risiko-Assets wie Aktien gerieten allgemein unter Druck, während Öl und Dollar zulegten.

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