Rheinmetall Aktie: Erprobt Systeme bei REPMUS26

Rheinmetall erprobt vernetzte Systeme für den Hafenschutz, baut autonome Kapazitäten aus und erhält zugleich einen Millionenauftrag für Munition.

Die Kernpunkte:
  • Vernetzte Systeme bei NATO-Manöver erprobt
  • Standortausbau in Québec gestartet
  • US-Auftrag über 7,28 Millionen Dollar
  • Aktie 50 Prozent unter Jahreshoch

Der Rüstungskonzern Rheinmetall treibt die Erprobung moderner Überwachungstechnologien voran. Wie das Unternehmen am heutigen Montag mitteilte, erprobt der Konzern im Rahmen der NATO-Übung REPMUS26 vernetzte unbemannte Systeme. Ziel des Einsatzes ist die Verbesserung des Schutzes von Häfen sowie kritischer maritimer Infrastruktur durch automatisierte Aufklärungs- und Abwehrlösungen.

Ausbau der Kapazitäten für autonome Systeme

Der Test unter Einsatzbedingungen reiht sich in eine Reihe jüngster Initiativen ein, mit denen das Unternehmen das Segment unbemannter und vernetzter Technologien erweitert. Am 16. September setzte Rheinmetall im kanadischen Québec den Spatenstich für den Ausbau eines Standorts, um die Fertigungs- und Entwicklungskapazitäten für landgestützte autonome Systeme auszubauen.

Zudem verzeichnete die Sparte zuletzt Nachfrage aus Übersee. American Rheinmetall sicherte sich am 10. September über die Defense Logistics Agency und den Hauptauftragnehmer ADS Inc. einen Auftrag des U.S. Marine Corps. Die Bestellung im Volumen von $7.28M umfasst zwölf autonome Mission Master SP A-UGVs, fünf amphibische Marine-Kits sowie ergänzende Ausrüstung.

Zurückhaltende Einstufung von Analysten

Am Kapitalmarkt wurde der Titel in den vergangenen Wochen dennoch vorsichtiger bewertet. Am 10. September setzte JPMorgan die Aktie Medienberichten zufolge auf eine „Negative Catalyst Watch“, beließ die fundamentale Einstufung jedoch bei „Neutral“. Analysten von Bernstein bestätigten heute ihre Einstufung mit „Outperform“.

Im Handel zeigt sich das Papier verhalten: Der Kurs notiert heute bei 1.011,00 Euro, was einem leichten Tagesverlust von 0,3 Prozent entspricht. Damit liegt die Aktie 50 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 2.007,00 Euro, das Anfang Oktober des Vorjahres markiert worden war.

Neben unbemannten Systemen bleibt das klassische Rüstungsgeschäft ein tragendes Standbein: Am 14. September verbuchte der Konzern einen internationalen Auftrag über eine fünfstellige Zahl von 155-mm-Artilleriegeschossen im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich, dessen Fertigung bis Ende 2027 abgeschlossen sein soll.

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