Rheinmetall Aktie: F-35-Auslieferung verpufft
Die F-35-Übergabe belebt Rheinmetall nicht nachhaltig. Papperger bestätigt den Skyranger-Zeitplan, während Anleger auf Konferenzen blicken.

- F-35-Übergabe ohne nachhaltigen Börsenimpuls
- Rheinmetall seit Jahresbeginn 35 Prozent schwächer
- Papperger stuft Skyranger-Verzögerungen als minimal ein
- Zwei Investorenkonferenzen ab 23. September
Die Auslieferung des ersten deutschen F-35-Kampfflugzeugs bringt der Rheinmetall-Aktie keine nachhaltige Erleichterung. Trotz des operativen Ereignisses steht das Papier weiterhin spürbar unter Druck. Nach den deutlichen Kursverlusten der vergangenen Monate fehlt es im Handel an neuem Kaufdruck, während Anleger die Perspektiven künftiger Bundeswehr-Aufträge gegen das aktuelle Bewertungsniveau abwägen.
Mangelnder Kaufdruck nach Auslieferung des F-35
Medienberichten zufolge verpuffte der Meilenstein rund um die Übergabe des ersten deutschen F-35 an den Märkten ohne größere Wirkung. Maximilian Berger stellt in einer Analyse fest, dass der Aktie trotz dieses Schritts frische Impulse fehlen und das Papier schwach bleibt. Zum Ende der Handelswoche notierte Rheinmetall am Freitag bei 1.016,00 Euro. Damit summiert sich das Minus seit Jahresanfang auf 35 Prozent.
Die Zurückhaltung der Investoren verweist auf eine anhaltende Debatte über die fundamentale Bewertung des Unternehmens. Marktteilnehmer diskutieren intensiv das hohe Kurs-Gewinn-Verhältnis des Vorjahres von 104,62 im Vergleich zu den erhofften Bundeswehr-Aufträgen. Zugleich verdeutlicht die Distanz zu früheren Höchstständen die Vorsicht am Markt: Mit einem Abschlag von 49 Prozent notiert der Titel spürbar unter seinem 52-Wochen-Hoch.
Papperger dämpft Sorgen um Skyranger
Neben dem F-35 rückt das Flugabwehrsystem Skyranger in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Zuletzt kursierten Medienberichte über angebliche Verzögerungen bei dem Rüstungsprojekt.
Papperger trat diesen Bedenken jedoch entgegen und bezeichnete die zeitlichen Verschiebungen als minimal. Die reguläre Serienlieferung soll planmäßig ab dem Jahr 2027 starten. Die Bekräftigung des Zeitplans beruhigte die Gemüter, sorgte vor dem Wochenende aber für keine Kaufwelle.
Neue Impulse für die Aktie könnten sich in den kommenden Tagen auf Investorenkonferenzen ergeben. Rheinmetall steht am 23. September auf der Berenberg and Goldman German Corporate Conference auf dem Programm. Bereits am 24. September folgt die Teilnahme an der Baader Investment Conference, bei der das Management erneut Gelegenheit erhält, die Marktteilnehmer über die Geschäftsaussichten zu informieren.
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