Rheinmetall Aktie: Großauftrag für 155-Millimeter-Geschosse
Rheinmetall verbucht einen Auftrag im niedrigen dreistelligen Millionenbereich und baut die Munitionsproduktion bis 2030 deutlich aus.

- Fünfstellige Geschossbestellung eingebucht
- Auslieferung bis Ende 2027 vorgesehen
- Produktionsziel: 1,5 Millionen Geschosse
- 350 Millionen Euro für Pulverwerk
Fünfstellige Geschossmenge für internationalen Kunden
Ein internationaler Kunde hat beim Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall eine fünfstellige Anzahl an Artilleriegeschossen im Kaliber 155 Millimeter geordert. Das Volumen des Auftrags bewegt sich im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Der Konzern hat die Neubestellung im dritten Quartal 2026 eingebucht.
Die Fertigung der Geschosse läuft bereits. Die vollständige Auslieferung an den Auftraggeber soll bis Ende 2027 abgeschlossen sein. Der Auftrag unterstreicht den anhaltenden Bedarf an schwerer Munition bei internationalen Partnern.
Kapazitätsausbau gegen drohende Engpässe
Um die weltweite Nachfrage zu bedienen, forciert Rheinmetall den Ausbau seiner Fertigungslinien. Bis zum Jahr 2030 will das Unternehmen die Produktionskapazität auf rund 1,5 Millionen Geschosse im Kaliber 155 Millimeter pro Jahr steigern.
Ein wesentlicher Faktor für das Erreichen dieser Wachstumsziele bleibt die gesicherte Versorgung mit Vorprodukten. Als potenzieller Engpass gilt in der Branche vor allem Treibladungspulver auf Basis von Nitrozellulose und Nitroguanidin. Um die eigene Unabhängigkeit bei der Komponentenfertigung zu stärken, investiert Rheinmetall 350 Millionen Euro in den Neubau eines Pulverwerks am bayerischen Standort Aschau am Inn.
Zurückhaltung am Markt nach Kurshalbierung
An den Finanzmärkten sorgt der neue Großauftrag für eine Atempause nach den Kursverlusten der vergangenen Monate. Im heutigen Handel notiert der Titel bei 994,50 Euro.
Trotz des Auftragseingangs bleibt das Marktumfeld anspruchsvoll. Seit Jahresanfang summiert sich das Minus der Aktie auf 36 Prozent. Gegenüber dem 52-Wochen-Hoch notiert das Papier 50 Prozent tiefer.
Die jüngsten Bestellungen liefern Anlegern den Beleg für ein anhaltendes operatives Wachstum. Zugleich rückt die planmäßige Abwicklung der prall gefüllten Auftragsbücher zunehmend in den Mittelpunkt.
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