Rheinmetall Aktie: Indra-Radar für StrikeShield
Rheinmetall integriert spanisches NEMUS-Radar in Schutzsystem StrikeShield. Der Auftragsbestand von über 25 Milliarden Euro stützt die ambitionierten Jahresziele.

- Kooperation mit Indra Group vereinbart
- NEMUS-Radar erkennt Drohnen und Geschosse
- Auftragsbestand über 25 Milliarden Euro
- Umsatzziel von 14,5 Milliarden Euro
Rheinmetall rüstet bei der Drohnenabwehr auf. Der Rüstungskonzern integriert das NEMUS-Radar der Indra Group in sein Schutzsystem StrikeShield. Das gaben die Spanier diese Woche bekannt. Damit stärkt Rheinmetall seine Position bei der Sensorik für moderne Gefechtsfahrzeuge.
Schutzschirm gegen Drohnen
Das NEMUS-Radar ist ein technologischer Allrounder. Es erkennt mit derselben Hardware extrem langsame Drohnen bei zehn Metern pro Sekunde. Parallel dazu verfolgt das System Hochgeschwindigkeitsprojektile mit mehr als 2.000 Metern pro Sekunde. StrikeShield übernimmt anschließend die Abwehr.
Das System berechnet die Flugbahn und wählt die passende Gegenmaßnahme. Kurz vor dem Einschlag neutralisiert StrikeShield das anfliegende Projektil. Die Indra-Technik ist bereits in großen europäischen Rüstungsprogrammen wie FAMOUS verankert. Für Rheinmetall bedeutet der Deal einen klaren technologischen Hebel.
Milliarden-Backlog stützt das Geschäft
Finanzielle Details zum Indra-Vertrag fehlen. Der Deal liefert vorerst keinen direkt messbaren Umsatzimpuls. Die operative Basis des Konzerns federt das mühelos ab. Im ersten Quartal stieg der Umsatz auf knapp zwei Milliarden Euro.
Besonders das Segment Weapon and Ammunition wächst stark. Hier verbucht Rheinmetall auch die Schutzsysteme. Die Sparte lieferte zuletzt ein operatives Ergebnis von 117 Millionen Euro. Die operative Marge kratzt an der Marke von 20 Prozent.
Der Auftragsbestand der Rüstungssparte füllt die Bücher auf Jahre. Er lag Ende März bei über 25 Milliarden Euro. Das Ziel: Rheinmetall will vernetzte Gesamtsysteme aus einer Hand anbieten.
Kurzfristig wirkt die Radar-Kooperation als reiner Technologiebaustein. Langfristig festigt Rheinmetall damit seine Rolle bei europäischen Nachrüstprogrammen. Der Vorstand bestätigt derweil seine Jahresziele. Der Konzern plant für 2026 einen Umsatz von bis zu 14,5 Milliarden Euro.
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