Rheinmetall Aktie: Jefferies senkt Ziel auf 1.300 Euro
Trotz massiver Kursverluste und gesenkter Analystenziele sehen Experten weiterhin Aufwärtspotenzial bei Rheinmetall.

- Kurs nahe 52-Wochen-Tief
- Jefferies und Warburg senken Ziele
- CEO tätigt Millionen-Insiderkauf
- RSI signalisiert überverkaufte Aktie
Fast auf Jahrestief, aber Analysten sehen noch Potenzial. Das ist die widersprüchliche Lage bei Rheinmetall zum Start in diese Woche.
Die Aktie notiert aktuell bei 955,60 Euro — nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 902,50 Euro. Seit Jahresbeginn hat das Papier mehr als 40 Prozent verloren. Allein in den vergangenen 30 Tagen brach der Kurs um 26 Prozent ein.
Jefferies halbiert das Kursziel
Die Reaktion der Analysten fiel deutlich aus. Jefferies senkte das Kursziel von 1.890 Euro auf 1.300 Euro — ein Schnitt um fast ein Drittel. Warburg Research reduzierte auf 1.500 Euro. Beide Häuser behalten ihre Kaufempfehlung bei.
Die DZ Bank bleibt noch optimistischer. Sie bekräftigt ihr Kursziel von 1.705 Euro und verweist auf steigende Militärausgaben. Rheinmetall profitiere als Branchenprimus überproportional von diesem Zyklus.
Selbst das niedrigste der drei Kursziele impliziert vom aktuellen Niveau aus noch ein Aufwärtspotenzial von rund 36 Prozent. Das zeigt: Die Analysten passen ihre Erwartungen an, streichen die Aktie aber nicht ab.
CEO kauft für drei Millionen Euro
Ein konkretes Signal kam aus der Konzernspitze. CEO Armin Papperger kaufte während des Kurseinbruchs eigene Aktien im Wert von über drei Millionen Euro. Solche Insiderkäufe werten Marktbeobachter typischerweise als Zeichen, dass das Management die Bewertung für zu niedrig hält.
Charttechnisch stützt der RSI-Wert von 26,4 die These einer kurzfristigen Erholung. Der Wert liegt klar im überverkauften Bereich. Der 200-Tage-Durchschnitt liegt bei 1.556 Euro — rund 39 Prozent über dem aktuellen Kurs. Eine Rückkehr dorthin wäre ein langer Weg.
Das geopolitische Umfeld bleibt der entscheidende Treiber. Steigende Verteidigungsbudgets sprechen für Rheinmetall. Hohe Energiepreise und Unsicherheit durch den Krieg im Nahen Osten belasten das allgemeine Marktklima. Wie schnell sich beides in den Kursen niederschlägt, hängt maßgeblich davon ab, ob die Stabilisierung vom heutigen Montag Bestand hat.
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