Rheinmetall Aktie: JPMorgan schlägt zu
Rheinmetall-CEO Papperger erwartet 2026 Auftragspotenzial von bis zu 80 Milliarden Euro. Analysten wie JPMorgan bewerten den jüngsten Kursrückgang als Kaufgelegenheit.

- JPMorgan ruft nach Kursrückgang zum Einstieg auf
- Potenzielle Auftragseingänge 2026 bis zu 80 Mrd. Euro
- Aktueller Auftragsbestand bei 62,6 Milliarden Euro
- Analysten-Konsenskursziel liegt bei 2.160 Euro
Nach einem sechsprozentigen Kursrückgang binnen drei Tagen nutzen institutionelle Investoren die Schwäche. JPMorgan ruft offen zum Einstieg auf, während CEO Armin Papperger für 2026 Auftragseingänge von bis zu 80 Milliarden Euro in Aussicht stellt. Die Frage ist: Wird die politische Rhetorik aus Washington die fundamentale Stärke des Düsseldorfer Konzerns dauerhaft überlagern?
Die wichtigsten Fakten:
– Aktie erholt sich auf 1.824 Euro nach Trump-bedingtem Rücksetzer
– Potenzielle Auftragseingänge 2026: bis zu 80 Milliarden Euro
– Auftragsbestand aktuell: 62,6 Milliarden Euro
– Analysten-Konsens sieht Kursziel bei 2.160 Euro (+18%)
Wall Street sieht Kaufgelegenheit
David Perry von JPMorgan wertet den jüngsten Rückgang europäischer Rüstungswerte als strategische Einstiegschance. Die US-Bank argumentiert, dass Donald Trumps Äußerungen zu Grönland auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos zwar kurzfristig für Verunsicherung sorgten, die langfristigen Treiber aber intakt bleiben. Perry spricht von einem “globalen Aufwärtszyklus der Verteidigungsausgaben”, der sich über ein ganzes Jahrzehnt erstrecken könnte.
Die Einschätzung steht nicht allein. Barclays bestätigte am 21. Januar das Buy-Rating und hob das Kursziel auf 2.175 Euro an. AlphaValue/Baader Europe stufte auf “Add” hoch, Bernstein vergibt ein Buy-Rating mit Kursziel 2.000 Euro.
Pipeline mit konkreten Zahlen
Papperger liefert handfeste Argumente für die optimistische Analystensicht. Von den avisierten 80 Milliarden Euro Auftragspotenzial entfallen allein 37,7 Milliarden auf das Boxer-Radpanzer-Programm. Weitere 12 bis 13 Milliarden Euro werden aus Fregatten-Aufträgen erwartet.
Parallel baut der Konzern die Produktion von Artilleriegranaten auf 1,5 Millionen Stück jährlich aus. Die Nachfrage aus NATO-Staaten und der Ukraine bleibt hoch, der Auftragsbestand liegt bereits bei 62,6 Milliarden Euro.
Luerssen-Übernahme vor Abschluss
Die EU-Kartellfreigabe für den Einstieg bei der Werftengruppe Luerssen wird noch vor Monatsende erwartet. Gerüchte über Verhandlungen mit German Naval Yards Kiel dementierte Papperger hingegen. Der Fokus liegt klar auf der Integration von Luerssen und dem Ausbau des Marine-Geschäfts.
Eine strategische Komponente könnte sich als Wettbewerbsvorteil erweisen: Die Vereinbarung mit dem schwedischen Stahlkonzern SSAB sichert Rheinmetall ab dem 22. Januar Zugriff auf fossilfreien Stahl. In einem Umfeld, in dem CO2-arme Produktion zunehmend zum Vergabekriterium bei staatlichen Aufträgen wird, verschafft dies einen Vorsprung.
Die Marke von 1.800 Euro dürfte charttechnisch entscheidend sein. Hält diese Unterstützung, ist der Weg in Richtung der Analystenziele von über 2.100 Euro frei. Mit einem Auftragsbestand von 62,6 Milliarden Euro und einer Pipeline von bis zu 80 Milliarden für 2026 verfügt der Konzern über eine solide operative Basis – unabhängig von der politischen Geräuschkulisse.
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