Rheinmetall Aktie: Klarer Rückenwind
Der Rüstungskonzern startet mit einem 4,2-Milliarden-Vertrag der Bundeswehr und dem Verkauf seiner Zivilsparte ins neue Jahr. Dies schafft Planungssicherheit und schärft das Geschäftsprofil.

- Bundeswehr bestellt Schützenpanzer für 4,2 Milliarden Euro
- Strategischer Verkauf der zivilen Power Systems Sparte
- Aktie nach starkem Anstieg aktuell korrigiert
- Fokussierung auf reines Verteidigungsgeschäft
Der Jahresauftakt 2026 bringt für Rheinmetall keine neue Schlagzeile, sondern die Fortsetzung dessen, was im Dezember angestoßen wurde: ein vollgepacktes Auftragsbuch und ein klarer Strategiewechsel hin zum reinen Verteidigungskonzern. Zwei Entscheidungen kurz vor dem Jahreswechsel setzen den Rahmen für das neue Börsenjahr – ein Milliardenauftrag der Bundeswehr und der eingeleitete Verkauf der Zivilsparte.
Beides zusammen schafft eine ungewöhnlich hohe Planungssicherheit für einen Rüstungstitel und verändert die Bewertungsbasis der Aktie deutlich.
Großauftrag als langfristiges Fundament
Am 19. Dezember 2025 hat die Bundeswehr die Bestellung von weiteren 200 Schützenpanzern vom Typ Puma bestätigt. Der Auftrag wird über das Gemeinschaftsunternehmen PSM GmbH mit KNDS Deutschland abgewickelt.
Wesentliche Eckpunkte:
- Auftragsvolumen: rund 4,2 Milliarden Euro
- Produkt: 200 Schützenpanzer Puma
- Partnerstruktur: Gemeinschaftsunternehmen mit KNDS Deutschland (PSM GmbH)
- Zeitplan: Auslieferungsstart ab Mitte 2028
Damit sind die Produktionslinien für mehrere Jahre gut ausgelastet. Für die zweite Hälfte der Dekade steigt die Umsatzvisibilität deutlich, das Risiko größerer Auftragslücken sinkt spürbar. Aus Investorensicht stützt dieser Vertrag die mittelfristigen Erlöse und Margen – nicht als vage Aussicht, sondern auf Basis unterschriebener Verträge.
Verkauf der Zivilsparte: Fokus auf Verteidigung
Parallel treibt das Management die strategische Neuaufstellung voran. Am 17. Dezember 2025 wurde der Verkauf der zivilen Sparte „Power Systems“ offiziell beschlossen und angestoßen. Dieses Geschäft galt bislang als zyklische Komponente im Konzernmix und belastete die operative Marge.
Mit einem Vertragsabschluss, der im laufenden ersten Quartal 2026 angestrebt wird, wäre der Schritt zum „Pure Play“ im Verteidigungsbereich vollzogen. In der Bewertung ist das ein zentraler Punkt:
- Die Ergebnisstruktur wird berechenbarer, weil das konjunkturabhängige Zivilgeschäft wegfällt.
- Typische Konglomeratsabschläge können sich verringern, da das Profil klarer und fokussierter wird.
Marktteilnehmer werten solche Fokussierungen häufig als positives Signal, weil sie die Vergleichbarkeit mit anderen Rüstungskonzernen erleichtern und höhere Bewertungsmultiples ermöglichen können.
Bewertung und Kursbild zum Jahresstart
Zum Jahresbeginn 2026 notiert die Rheinmetall-Aktie bei 1.553 Euro und damit praktisch auf dem Schlusskurs von gestern. Nach einem Sprung von gut 157 % auf Sicht von zwölf Monaten hat der Titel zuletzt eine deutliche Korrektur von rund 15 % in sieben Tagen hinter sich gelassen.
Auffällig ist dabei die Kombination aus starker Vergangenheit und hoher Schwankungsbreite:
- 12-Monats-Performance: +157,29 %
- Rückgang in den letzten 7 Tagen: -15,16 %
- Abstand zum 52-Wochen-Hoch (1.995 Euro): -22,16 %
Mit einem RSI von 83,7 signalisiert der Markt kurzfristig ein stark überhitztes Niveau, während die Aktie leicht unter dem 50‑Tage-Durchschnitt von 1.606 Euro und spürbar unter dem 200‑Tage-Durchschnitt von 1.692 Euro handelt. Das zeigt: Trotz jüngster Abkühlung bleibt das Papier sehr volatil und reagiert empfindlich auf Nachrichten – die fundamentale Basis hat sich mit dem Großauftrag und der Portfoliobereinigung aber weiter gefestigt.
Fazit: Starke Basis für 2026
Rheinmetall startet in das neue Börsenjahr mit zwei klaren Eckpfeilern: einem 4,2‑Milliarden‑Vertrag für den Puma und dem laufenden Ausstieg aus der Zivilsparte. Zusammen sorgen sie dafür, dass ein großer Teil der künftigen Umsätze vertraglich abgesichert ist und das Geschäftsprofil deutlich fokussierter wird.
Entscheidend wird in den kommenden Wochen sein, ob der Kursbereich um 1.550 Euro nach der jüngsten Korrektur als neue Stabilitätszone fungiert und damit den Boden für die nächste mittelfristige Trendbewegung legt.
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