Rheinmetall Aktie: Kraken-Auftritt voraus!
Erste Serienfahrzeuge gingen an Bundeswehr und niederländische Streitkräfte; neue Fertigungskapazitäten und Marinepläne ergänzen die Unternehmensmeldungen.

- Erste Caracal-Serienfahrzeuge übergeben
- Mehr als 1.500 Fahrzeuge bis 2030 vorgesehen
- Albacete fertigt jährlich rund drei Millionen Komponenten
- Kraken K3 für Euronaval-Auftritt angekündigt
Rheinmetall gab gestern im schwachen Umfeld deutscher Rüstungsaktien um 2,0% nach. Medienberichten zufolge belasteten die für Anfang November geplanten Ukraine-Gespräche in Abu Dhabi und die näher rückende Zahlensaison den Sektor; eine konkrete Unternehmensmeldung als Auslöser des Abschlags wurde nicht genannt.
Der Rückgang erfasste neben Rheinmetall auch andere deutsche Rüstungswerte. Für Rheinmetall steht mit dem Bericht über das dritte Quartal am 5. November der nächste bestätigte Zahlentermin bevor.
Erste Caracal-Serienfahrzeuge ausgeliefert
Rheinmetall meldete gestern die Auslieferung der ersten Caracal-Serienfahrzeuge an die Bundeswehr und die niederländischen Streitkräfte. Die Übergabezeremonie fand am Donnerstag statt. Nach Unternehmensangaben sollen bis 2030 insgesamt mehr als 1.500 Fahrzeuge ausgeliefert werden.
Auch beim Ausbau der Fertigung meldete Rheinmetall einen vollzogenen Schritt: Am 22. Oktober eröffnete das Unternehmen in Telford die „UK Gun Hall“. Sie dient der eigenständigen Fertigung großkalibriger Waffen in Großbritannien.
Einen weiteren Ausbau kündigte Rheinmetall nicht nur an, sondern nahm am Standort Albacete eine neue Mittelkaliber-Fertigung in Betrieb. Die Eröffnung durch Rheinmetall Expal Munitions erfolgte am 16. Oktober. Das Unternehmen bezifferte die jährliche Kapazität auf rund drei Millionen Munitionskomponenten.
Marineauftritt und Quartalsbericht stehen bevor
Für die Euronaval vom 3. bis 6. November hat Rheinmetall gestern seinen Auftritt angekündigt. Dabei soll unter anderem das unbemannte Überwassersystem Kraken K3 erstmals einem breiteren Publikum gezeigt werden.
Zum Marinegeschäft gehört auch der vor rund zwei Wochen gemeldete Zuschlag zur gemeinsamen Übernahme der Mangalia-Werft mit MSC. Der gemeinsam zu zahlende Kaufpreis beträgt rund 138 Mio. EUR. Nach Angaben von Rheinmetall soll die rumänische Werft unter anderem beim Bau von vier Marineschiffen mitwirken, die die rumänische Regierung beauftragt hat.
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