Rheinmetall Aktie: Kraken K3 Scout in Serienproduktion

Rüstungskonzern startet Serienproduktion von Marinedrohnen, doch schwache Cashflow-Prognose drückt Aktie auf Jahrestief.

Die Kernpunkte:
  • Aktie fällt auf Jahrestief
  • Serienfertigung von Kampfdrohnen gestartet
  • Umsatzprognose von 14,5 Milliarden Euro
  • Analysten sehen günstigen Einstiegszeitpunkt

Rheinmetall baut massiv Kapazitäten aus und startet die Serienproduktion bewaffneter Marinedrohnen. An der Börse spiegelt sich diese operative Stärke derzeit nicht wider. Die Aktie markierte Ende April ein neues Zwölfmonatstief bei rund 1.330 Euro. Ein enttäuschender Ausblick auf den Barmittelzufluss verunsichert die Investoren.

Wachstum ohne ausreichend Cashflow?

Der Rüstungskonzern wächst rasant. Für das Jahr 2026 rechnet das Management mit einem Umsatz von bis zu 14,5 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von mehr als 40 Prozent zum Vorjahr. Die Kehrseite: Der freie Cashflow bleibt hinter den Erwartungen zurück.

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Rheinmetall stellte im März eine Cashflow-Konversionsrate von gut 40 Prozent des operativen Gewinns in Aussicht. Analysten hatten mit Werten zwischen 70 und 90 Prozent gerechnet. Dieser Abstand schickte die Aktie in einen breiten Abwärtstrend. Der Kurs notiert aktuell rund ein Drittel unter seinem Jahreshoch.

Drohnenproduktion in Hamburg startet

Abseits des Börsenparketts schafft der Konzern Fakten. Am Standort Blohm+Voss in Hamburg hat die Serienfertigung des unbemannten Überwasserschiffs Kraken K3 Scout begonnen. Rheinmetall entwickelt das System gemeinsam mit der britischen Kraken Technology Group. Die Boote eignen sich für Überwachung und bewaffnete Einsätze.

Die autonomen Boote operieren bis zu 30 Tage auf See. Eine Starlink-Verbindung sichert die permanente Vernetzung. Zunächst baut Rheinmetall jährlich rund 200 Einheiten. Bei hoher Nachfrage lässt sich die Produktion laut Management im Dreischichtbetrieb auf 1.000 Einheiten hochfahren.

Die Basis für diese Expansion legte eine Übernahme im Frühjahr. Rheinmetall kaufte vier Marinewerften vom Bremer Lürssen-Konzern. Blohm+Voss soll nun zum nationalen Technologiezentrum für autonome maritime Systeme aufsteigen. Später plant das Unternehmen auch den Bau großer Mutterschiffe für Drohnenschwärme.

Analysten sehen Kaufgelegenheit

Große Investmentbanken werten den Kursrückgang als Einstiegschance. Goldman Sachs führt Rheinmetall auf der Conviction List für besonders aussichtsreiche Aktien. Die Analysten rufen ein Kursziel von 2.300 Euro auf. Sie verweisen auf den europäischen Wiederaufrüstungszyklus und ein erwartetes Gewinnwachstum von jährlich mindestens 30 Prozent.

J.P. Morgan rät ebenfalls zum Kauf. Die Experten sehen das Kursziel bei 2.130 Euro. Sie stützen ihren Optimismus auf die pralle Auftragspipeline und die langfristigen Wachstumsperspektiven bis zum Ende des Jahrzehnts. Der breite Marktkonsens liegt bei gut 2.044 Euro.

Ein konkreter Impuls steht unmittelbar bevor. Am 7. Mai veröffentlicht Rheinmetall den Bericht für das erste Quartal. Das Management muss dann belegen, dass die Margen trotz des teuren Kapazitätsaufbaus stabil bleiben. Starke operative Daten könnten den Fokus der Investoren wieder auf das fundamentale Wachstum lenken.

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