Rheinmetall Aktie: Kreditrahmen verdoppelt

Der Konzern erneuert seine Finanzierung vorzeitig und erweitert den Kreis der beteiligten Banken; die Aktie notiert zuletzt bei rund 940 Euro.

Die Kernpunkte:
  • Kreditrahmen auf 1,5 Milliarden Euro erhöht
  • Internationale Partner im Bankenkreis ergänzt
  • Aktie zuletzt bei rund 940 Euro
  • Quartalszahlen am 5. November erwartet

Rheinmetall legt sich ein größeres Finanzpolster zu. Der Konzern hat seine syndizierte Kreditlinie vorzeitig erneuert und von 750 Millionen auf 1,5 Milliarden Euro verdoppelt. Der Zeitpunkt fällt in eine Phase, in der die Aktie seit Tagen unter der Marke von 1.000 Euro feststeckt.

Mehr Spielraum, neue Banken

Die neue Fazilität ersetzt den bisherigen Rahmen und steht für allgemeine Unternehmenszwecke bereit. Im Zuge der Refinanzierung hat Rheinmetall zudem den Kernbankenkreis um internationale Partner erweitert. Der Schritt diene der Absicherung des weiteren Wachstumskurses, teilte der Konzern mit.

Finanzvorstand Klaus Neumann sprach von einem „dynamischen Wachstumskurs“. Mit der vorzeitigen Verdopplung schaffe man frühzeitig zusätzlichen Handlungsspielraum. Die Erweiterung folgt auf eine im Mai platzierte Anleihe über 500 Millionen Euro.

An der Börse blieb die Reaktion verhalten. Die Aktie schwankte im Xetra-Handel zwischen leichten Verlusten am Morgen und einem Plus von gut einem Prozent am Nachmittag. Zuletzt notierte sie bei rund 940 Euro.

Aktie nahe dem Jahrestief

Die Kursschwäche hält an, obwohl die operativen Meldungen zuletzt solide ausfielen. Rheinmetall ist in die industrielle Fertigung von Aufklärungssatelliten eingestiegen. Der Start am Standort Neuss kam laut Jefferies-Analystin Chloe Lemarie etwas später als geplant, die Umstellung eines Teils der Kapazitäten komme jedoch vergleichsweise schnell voran. Jefferies bleibt bei „Buy“.

Die Deutsche Bank sieht deutlich Luft nach oben. Analyst Christoph Laskawi bekräftigte „Buy“ und ein Kursziel von 1.800 Euro. Er rechnet bei den Quartalszahlen am 5. November erneut mit einem Umsatzplus von mehr als 40 Prozent. Das Schlussquartal sei zudem wichtig für die Auftragsentwicklung.

Das Jahrestief bei etwa 900 Euro liegt damit nur wenige Prozent unter dem aktuellen Kurs. Als zentralen Impuls nennt Laskawi das Bundeswehr-Großvorhaben „Arminius“ für Panzer. Die Zustimmung des Haushaltsausschusses wird Anfang Dezember erwartet. Bis dahin liefern die Zahlen am 5. November den nächsten konkreten Prüfstein für die Aktie.

Anzeige

Stand heute, 9. Oktober: Rheinmetall – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in Rheinmetall investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 9. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

Rheinmetall: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Diskussion zu Rheinmetall