Rheinmetall Aktie: Kursziel-Kürzung trotz Buy?

Neben dem niedrigeren Kursziel meldet Rheinmetall Werftzuschlag, Panzerauftrag und eine eröffnete Fertigungsanlage in Großbritannien.

Die Kernpunkte:
  • Deutsche Bank hält an Kaufempfehlung fest
  • Werftauktion in Rumänien gemeinsam gewonnen
  • OCCAR bestellt 69 Schakal-Radpanzer
  • UK Gun Hall in Telford eröffnet

Deutsche Bank Research hat das Kursziel für Rheinmetall gesenkt. Die Einstufung beließ das Analysehaus zugleich auf „Buy“: Trotz des niedrigeren Kursziels lautet die Empfehlung damit weiterhin Kaufen.

Zuschlag für Werft in Rumänien

Rheinmetall und die Schweizer Mediterranean Shipping Company gewannen am 20. Oktober gemeinsam die Auktion für die Mangalia-Werft in Rumänien. Nach Angaben von Rheinmetall beträgt der Kaufpreis 138 Millionen Euro.

Für die geplante Munitionsfabrik im litauischen Bezirk Radviliškis genehmigte die Umweltbehörde Medienberichten zufolge die Umweltverträglichkeitsprüfung. Bei dem Vorhaben von Rheinmetall Defence Lietuva und Epso-G Invest kam die Behörde zu dem Schluss, dass keine erheblichen Umweltauswirkungen zu erwarten seien.

Panzerauftrag und britische Fertigung

Zum Auftragsbestand trägt die OCCAR-Bestellung weiterer Radschützenpanzer Schakal bei Artec bei, dem Gemeinschaftsunternehmen von Rheinmetall und KNDS Deutschland. Der Auftrag umfasst 69 Fahrzeuge, davon sind 35 für die Bundeswehr vorgesehen. Die übrigen 34 Fahrzeuge sollen die niederländischen Streitkräfte erhalten.

Rheinmetall bezifferte seinen Anteil am Auftragswert auf einen mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrag. Die Auslieferung der Fahrzeuge ist zwischen Mai 2032 und November 2033 geplant.

Vor gut einer Woche eröffnete Rheinmetall außerdem die UK Gun Hall im britischen Telford. Die Anlage dient der Fertigung großkalibriger Waffenrohre und Verschlüsse. Sie soll unter anderem Systeme in den Kalibern 120 und 155 Millimeter herstellen.

Reuters berichtete vor gut einer Woche unter Berufung auf die italienische Zeitung MF zudem über zwei Heeresverträge des Gemeinschaftsunternehmens Leonardo Rheinmetall Military Vehicles über insgesamt 4,16 Milliarden US-Dollar. Die Vertragsvergabe war nicht offiziell bestätigt; Rheinmetall kommentierte den Bericht nicht.

Den Bericht zum dritten Quartal 2026 veröffentlicht Rheinmetall am 5. November 2026.

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