Rheinmetall Aktie: Lauf ohne Ende

Der Rüstungskonzern profitiert von einem neuen Beschleunigungsgesetz und schließt Milliardenaufträge ab, während die Aktie nach starkem Anstieg technisch überkauft ist.

Die Kernpunkte:
  • Bundestag verabschiedet Gesetz für schnellere Rüstungsbeschaffung
  • Ukraine bestellt Schützenpanzer Lynx als zweiter Exportkunde
  • Rahmenvertrag für Puma-Munition auf eine Milliarde Euro erhöht
  • Aktie zeigt technische Überkauftheit nach fast 180 Prozent Kursplus

Die Erfolgsmeldungen aus Düsseldorf reißen nicht ab. Nach einem phänomenalen Jahresstart mit knapp 20 Prozent Kursplus treiben nun staatliche Rückendeckung und neue Export-Erfolge die Rally weiter an. Doch rechtfertigen die fundamentalen Daten diese fast senkrechte Kursentwicklung noch, oder ist die Bewertung inzwischen heißgelaufen?

Das sind die aktuellen Fakten:
* Gesetzliche Rückendeckung: Bundestag verabschiedet Beschleunigungsgesetz für die Bundeswehr.
* Export-Erfolg: Die Ukraine bestellt als zweiter Kunde den Schützenpanzer Lynx.
* Milliarden-Deal: Rahmenvertrag für Puma-Munition massiv aufgestockt.
* Konzernumbau: Verkauf der zivilen Sparte steht kurz vor dem Abschluss.

Berlin macht den Weg frei

Politisch erhält der Rüstungskonzern derzeit maximalen Rückenwind. Das vom Bundestag zur Wochenmitte verabschiedete Gesetz zur beschleunigten Beschaffung eliminiert bürokratische Hürden, die Großaufträge bisher oft verzögerten.

Für Rheinmetall bedeutet der Wegfall aufwendiger Teilnahmewettbewerbe bei dringendem Bedarf vor allem eins: Schnellere Unterschriften unter Verträgen. Insbesondere die Munitionsfabrik in Unterlüß dürfte durch die gelockerten Vergaberegeln für Artillerie und Panzerteile profitieren, da die Kapazitäten nun flexibler und schneller ausgelastet werden können.

Strategische Meilensteine erreicht

Auch operativ liefert das Düsseldorfer Unternehmen ab. Mit der Ukraine konnte am 12. Januar ein strategisch wichtiger Kunde für den Schützenpanzer Lynx gewonnen werden. Finanziert durch Bundesmittel, ist dies nach Ungarn erst der zweite Export-Erfolg für das Vorzeigeprodukt.

Finanziell noch schwerwiegender ist jedoch die Ausweitung des Rahmenvertrags für Puma-Munition. Das Volumen klettert auf rund eine Milliarde Euro, wobei die Lieferung von mehreren hunderttausend Patronen bis 2029 gesichert ist. Parallel dazu treibt der Vorstand die Transformation zum reinen Rüstungskonzern voran: Der Verkauf der zivilen Sparte “Power Systems” soll noch im laufenden ersten Quartal vertraglich fixiert werden.

Überhitzung oder neue Normalität?

An der Börse honorieren Investoren diese Gemengelage extrem euphorisch. Mit einem Schlusspreis von 1.902,00 Euro am Freitag notiert das Papier in direkter Schlagdistanz zum jüngsten 52-Wochen-Hoch von 1.995,00 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten hat sich der Börsenwert mit einem Plus von über 178 Prozent fast verdreifacht.

Allerdings mahnt die Charttechnik zur Vorsicht. Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt bei extrem hohen 83,7 Punkten, was auf eine massive Überkauftheit hindeutet. Dass die Aktie am Freitag trotz der guten Nachrichtenlage leicht um 0,60 Prozent nachgab, könnte ein erstes Indiz für einsetzende Gewinnmitnahmen sein.

Die fundamentale Story bleibt intakt, doch die technische Überhitzung erhöht das Rückschlagrisiko kurzfristig erheblich. Entscheidend für den weiteren Trend wird der erfolgreiche Abschluss des Verkaufs der Zivilsparte in den kommenden Wochen sowie die Bestätigung der angehobenen Jahresprognose für 2025 sein, die ein Umsatzwachstum von bis zu 35 Prozent vorsieht.

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