Rheinmetall Aktie: Lithium-Einstieg und Doppeltief
Ein Engagement bei Rock Tech Lithium ist unbestätigt; charttechnisch gilt ein Doppeltief als möglich, eine Trendwende jedoch nicht als bestätigt.

- Bericht über Rock-Tech-Beteiligung bleibt unbestätigt
- 3,25 Millionen kanadische Dollar gezeichnet
- Gubener Konverter soll 24.000 Tonnen produzieren
- Aktie erholt sich nahe Jahrestiefs
Rheinmetall soll sich offenbar bei einem Lithiumprojekt in Brandenburg engagieren. Die Nachricht trifft auf eine Aktie, die charttechnisch an einer wichtigen Weggabelung steht.
Lithium für Drohnen und Batterien
Der Düsseldorfer Rüstungskonzern soll sich als strategischer Investor am deutsch-kanadischen Rohstoffunternehmen Rock Tech Lithium beteiligt haben. Berichten zufolge zeichnete er bei der Kapitalerhöhung vom 9. Oktober Anteile im Wert von 3,25 Millionen kanadischen Dollar. Der Investor war bislang nicht namentlich genannt worden. Zudem soll Rheinmetall am geplanten Lithiumkonverter im brandenburgischen Guben mitwirken.
Eine offizielle Bestätigung gibt es nicht. Rheinmetall erklärte lediglich, Gerüchte über mögliche Transaktionen grundsätzlich nicht zu kommentieren. Auch eine verbindliche Vereinbarung zum Projekteinstieg und die Höhe der Beteiligung sind offen.
Strategisch wäre der Schritt nachvollziehbar. Lithium gilt als kritischer Rohstoff für Batterien, die auch in Drohnen und militärischen Anwendungen stecken. Das Werk in Guben soll jährlich rund 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid in Batteriequalität herstellen. Die EU-Kommission stuft das Vorhaben als strategisch bedeutsam ein.
Die Finanzierung bleibt die große Hürde. Rock Tech beziffert die Investitionskosten auf etwa 680 Millionen Euro. Die bisherigen Beträge decken davon nur einen Bruchteil. Ein finanzstarker Industriepartner wäre daher ein wichtiges Signal.
Chartbild: Möglicher Boden bei 900 Euro
An der Börse notiert die Aktie am Morgen bei rund 1.045 Euro, ein Minus von knapp einem Prozent. Ende 2025 hatte sie bei etwa 2.000 Euro ihr Hoch markiert. Bis Ende Juni fiel sie um mehr als die Hälfte auf 900,20 Euro.
Nach einer Erholung bis etwa 1.200 Euro rutschte der Kurs zuletzt erneut in die Nähe der Jahrestiefs und drehte dort wieder nach oben. Charttechniker sehen darin ein mögliches Doppeltief. Eine bestätigte Trendwende ist das noch nicht. Positiv wirkt, dass der Kurs den 50-Tage-Durchschnitt bei 1.031 Euro überwunden hat.
Die Marken sind klar gesetzt:
- Über 1.137 Euro würde sich das Bild aufhellen, das nächste Ziel läge bei 1.309 Euro.
- Unter 993,30 Euro droht ein erneuter Test der Jahrestiefs bei 900,20 Euro.
Fundamental stützen die hohen deutschen Rüstungsausgaben und das organische Wachstum die Perspektive. Kurzfristige Rückschläge schließen sie nicht aus. Entscheidend ist nun, ob die Aktie die 1.137-Euro-Marke nachhaltig knackt oder unter 993,30 Euro zurückfällt.
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