Rheinmetall Aktie: LLM-VarioRay-Auftrag über hunderte Millionen

Rheinmetall erhält Großauftrag für Zielmodule des neuen Sturmgewehrs. Die Aktie zeigt sich trotz positiver Analystenprognosen zunächst verhalten.

Die Kernpunkte:
  • Bundeswehr bestellt LLM-VarioRay Module
  • Auftragswert im hohen Millionenbereich
  • Lieferung erstreckt sich bis 2032
  • Kursziel der Analysten bei 1.886 Euro

Die Bundeswehr hat einen Festabruf aus einem bestehenden Rahmenvertrag getätigt: Rheinmetall liefert mehrere Zehntausend Laser-Licht-Module des Typs LLM-VarioRay für das neue Sturmgewehr der deutschen Streitkräfte. Der Netto-Auftragswert liegt nach Unternehmensangaben bei mehreren hundert Millionen Euro.

Die Auslieferung läuft von 2026 bis 2032. Verbucht wird der Auftrag bereits im zweiten Quartal 2026. Die Module dienen der Zielmarkierung und Beleuchtung – ein zentraler Bestandteil der Modernisierung der taktischen Infanterieausrüstung.

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Kursreaktion bleibt verhalten

Am Vormittag zog die Aktie zunächst an, notierte zwischenzeitlich bei über 1.250 Euro. Am Nachmittag gab sie die Gewinne wieder ab. Aktuell steht der Kurs bei 1.235,40 Euro, ein Minus von 0,19 Prozent zum Vortag.

Das 52-Wochen-Tief von 1.118 Euro (Mitte Mai 2026) liegt damit nur 10,5 Prozent entfernt. Das Hoch bei 1.995 Euro (September 2025) ist dagegen 38 Prozent entfernt. Der RSI von 90 signalisiert eine technisch überkaufte Situation – kurzfristig ist Vorsicht geboten.

Analysten sehen Aufholpotenzial

Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 1.886 Euro, rund 50 Prozent über dem aktuellen Niveau. Barclays bleibt bei „Overweight“ mit Ziel 2.035 Euro. UBS veranschlagt 1.600 Euro.

Für 2026 erwarten Marktbeobachter eine Dividende von 15,18 Euro, nach 11,50 Euro für 2025. Der Gewinn je Aktie lag im ersten Quartal bei 2,42 Euro bei einem Umsatz von 1,94 Milliarden Euro.

Langfristige Perspektive

Der Auftrag unterstreicht Rheinmetalls Rolle als strategischer Partner der Bundeswehr. Die gestaffelte Lieferung bis 2032 sichert dem Konzern kontinuierliche Umsatzbeiträge über sechs Jahre. Der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt von 1.390 Euro beträgt allerdings minus 11 Prozent – der Kurs hat noch Nachholbedarf. Ob der Abwärtstrend der letzten Monate nachhaltig gebrochen wird, hängt von weiteren Auftragseingängen und der globalen Rüstungskonjunktur ab.

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