Rheinmetall Aktie: Lockheed-Martin-Deal am 7. Juli
Rheinmetall sichert sich Großaufträge für Laserwaffen und Raketen, doch die Aktie setzt ihren Abwärtstrend fort.

- Laserwaffen-Auftrag der Bundeswehr
- Partnerschaft mit Lockheed Martin
- Aktie verliert trotz Erfolgsmeldungen
- Analysten bleiben optimistisch
Rheinmetall meldet einen Großauftrag für Laserwaffen und eine Partnerschaft mit Lockheed Martin. Die Aktie fällt trotzdem weiter. Der Markt ignoriert gerade die operativen Erfolge des Rüstungskonzerns.
Zwei strategische Coups in einer Woche
Am 9. Juli 2026 unterschrieb Rheinmetall einen Vertrag mit der Bundeswehr. Zusammen mit MBDA Deutschland baut der Konzern ein Hochenergie-Laserwaffensystem. Der Auftrag liegt im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich.
Die neu gegründete Arbeitsgemeinschaft ARGE HEL entwickelt das System. Bis 2029 soll es einsatzbereit sein und die Marine vor allem gegen Drohnen schützen.
Zwei Tage zuvor, am 7. Juli, unterzeichnete Rheinmetall eine Absichtserklärung mit Lockheed Martin. Die beiden Konzerne wollen gemeinsam ATACMS-Raketen in Europa produzieren. Die erste Fertigungslinie außerhalb der USA entsteht am Rheinmetall-Standort Unterlüß.
Der Kurs bewegt sich in die andere Richtung
Trotz dieser Nachrichten schloss die Aktie am Freitag bei 993,00 Euro. Das ist ein Minus von 1,90 Prozent zum Vortag. Auf Wochensicht steht ein Rückgang von 9,48 Prozent zu Buche, auf Monatssicht sind es 16,96 Prozent.
Seit Jahresbeginn hat das Papier 38,00 Prozent verloren. Im Zwölfmonatsvergleich beträgt das Minus sogar 46,25 Prozent. Zum Vergleich: Im September 2025 markierte die Aktie bei 1.995,00 Euro noch ihr 52-Wochen-Hoch — aktuell liegt der Kurs 50,23 Prozent darunter.
Zum erst kürzlich erreichten Jahrestief bei 902,50 Euro vom 25. Juni beträgt der Abstand nur noch 10,03 Prozent. Der Kurs liegt zudem 15,05 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt und 34,59 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Beide Werte deuten auf einen intakten Abwärtstrend hin.
Die annualisierte Volatilität der vergangenen 30 Tage liegt bei 68,77 Prozent. Das ist ein außergewöhnlich hoher Wert für einen DAX-Titel dieser Größenordnung. Die Marktkapitalisierung von Rheinmetall beträgt aktuell 47,17 Milliarden Euro.
Analysten bleiben optimistisch, der Markt hört nicht zu
Jefferies & Company bestätigte am 10. Juli sein „Buy“-Rating für Rheinmetall. Das Votum verpuffte am Markt weitgehend. Die Stimmung rund um europäische Rüstungswerte bleibt insgesamt angespannt.
Fundamental steht der Konzern solide da. Im ersten Quartal 2026 legten Umsatz und Ertrag zu, die Jahresprognose für 2026 bestätigte das Management. Für das zweite Quartal erwartet Rheinmetall ein noch stärkeres Wachstum bei Umsatz und Auftragseingang.
Die Zahlen zum zweiten Quartal veröffentlicht Rheinmetall am 6. August 2026. Bis dahin bleibt die Kluft zwischen operativen Erfolgsmeldungen und der Kursentwicklung das prägende Bild für die Aktie.
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