Rheinmetall Aktie: Lynx-Durchbruch!

Der Rüstungskonzern meldet einen strategischen Durchbruch mit Panzerlieferungen an die Ukraine und einen Rekord-Auftragsbestand von 64 Mrd. Euro, während der Aktienkurs technisch überhitzt ist.

Die Kernpunkte:
  • Erstlieferung von Lynx-Schützenpanzern an die Ukraine
  • Auftragsbestand erreicht Rekordwert von 64 Milliarden Euro
  • Aktie zeigt extremes Überkaufssignal mit RSI von 83,7
  • Fundamentale Aussichten durch steigende Verteidigungsausgaben

Der Rüstungskonzern setzt seinen beeindruckenden Lauf fort und etabliert sich als absoluter Top-Performer im DAX. Treibstoff für die Rally liefert ein strategisch wichtiger Durchbruch in der Ukraine sowie ein auf Rekordniveau gefülltes Auftragsbuch. Doch angesichts der rasanten Kursgewinne mahnen technische Indikatoren zur Vorsicht.

Die wichtigsten Fakten:

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  • Performance: Seit Jahresanfang liegt der Titel bereits 19,18 % im Plus.
  • Auftragsbestand: Rekordwert von 64 Milliarden Euro erreicht.
  • Strategischer Erfolg: Erste Lynx-Schützenpanzer für die Ukraine bestätigt.
  • Warnsignal: Ein RSI von 83,7 deutet auf eine massive Überkauft-Situation hin.

Ukraine-Auftrag als strategischer Meilenstein

Am 12. Januar bestätigte Rheinmetall einen lange erwarteten Erfolg: Die Ukraine erhält erstmals Schützenpanzer vom Typ Lynx KF41. Zwar umfasst die erste, von der Bundesrepublik finanzierte Charge zunächst nur fünf Fahrzeuge im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich, die Signalwirkung ist jedoch enorm. Nach intensiven Testphasen gilt dieser Schritt als Türöffner für weitere Beschaffungschargen und eine geplante Produktion direkt in der Ukraine.

Parallel dazu füllten weitere Großaufträge die Bücher. Die Niederlande bestellten kurz vor Jahreswechsel das Flugabwehrsystem Skyranger 30, während die Bundeswehr ihren Rahmenvertrag für Puma-Munition auf ein Gesamtvolumen von rund einer Milliarde Euro bis 2029 aufstockte.

Wachstum fordert Investitionen

Diese Auftragsflut spiegelt sich im Auftragsbestand wider, der von 52 auf 64 Milliarden Euro angewachsen ist. Damit spielt Rheinmetall zunehmend in einer Liga mit US-Konkurrenten wie Northrop Grumman. Die operative Marge von 11,1 Prozent unterstreicht die Profitabilität des Kerngeschäfts.

Investoren müssen jedoch einen wichtigen Aspekt beachten: Das massive Wachstum kostet zunächst Geld. Der operative Free Cashflow rutschte auf minus 813 Millionen Euro. Dies ist keine operative Schwäche, sondern das Resultat massiver Vorleistungsinvestitionen und des Vorratsaufbaus, um die Abarbeitung der Aufträge zu gewährleisten.

Charttechnik: Extreme Überhitzung

Der Blick auf die Kursentwicklung zeigt eine außergewöhnliche Dynamik. Mit einem aktuellen Kurs von 1.898,00 Euro notiert die Aktie nur knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 1.995,00 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten haben sich die Papiere mit einem Plus von knapp 190 Prozent fast verdreifacht.

Diese Euphorie hinterlässt jedoch Spuren. Mit einem Relative-Stärke-Index (RSI) von 83,7 ist die Aktie technisch extrem überkauft. Werte über 70 gelten bereits als Warnsignal für eine mögliche kurzfristige Korrektur oder Konsolidierung. Auch der Abstand zur 200-Tage-Linie beträgt inzwischen über 10 Prozent, was die Anfälligkeit für Rücksetzer erhöht.

Fundamentaler Rückenwind bleibt stark

Trotz der technischen Spannung bleibt das fundamentale Umfeld der stärkste Treiber. Die europäischen Verteidigungsausgaben sollen bis 2027 auf über 426 Milliarden Euro steigen. Allein Deutschland plant für das laufende Jahr Ausgaben von rund 108 Milliarden Euro. Analysten sehen in diesem Umfeld weiteres Potenzial und rufen ein durchschnittliches Kursziel von 2.195 Euro aus, wobei die Spitzenprognosen bis 2.500 Euro reichen.

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