Rheinmetall Aktie: Marktdynamik unverändert?

Nach enttäuschender Umsatzprognose nutzt das Management die Kurskorrektur für Aktienkäufe. Zugleich sichert sich der Rüstungskonzern einen Drohnen-Rahmenvertrag der Bundeswehr über 300 Millionen Euro.

Die Kernpunkte:
  • Umsatzprognose für 2026 liegt unter Analystenerwartungen
  • CEO Papperger kauft persönlich Aktien nach Kursrutsch
  • Rahmenvertrag für Drohnen im Wert von 300 Mio. Euro
  • KNDS-Beteiligung wird nicht weiterverfolgt

Nach dem Schock vom Vortag zeigt sich am Freitag ein anderes Bild: Während der Kurs zunächst bis auf 1.580 Euro abgestürzt war, nutzen Insider die Schwäche für Zukäufe. Auch neue Details zu Bundeswehr-Aufträgen rücken die Situation in ein anderes Licht. Der verhaltene Umsatzausblick hatte die Aktie belastet – doch war die Reaktion überzogen?

Umsatzprognose enttäuscht den Markt

Im Pre-Close-Call vor den anstehenden Quartalszahlen konkretisierte Rheinmetall die Erwartungen für 2026: Der Umsatz soll bei rund 13,6 Milliarden Euro liegen. Das Problem: Analysten hatten im Schnitt etwa 12 Prozent mehr erwartet. Die Diskrepanz löste den Abverkauf aus.

Wichtige Eckdaten:

  • Umsatz-Guidance 2026: ~13,6 Mrd. Euro (unter Konsens)
  • Operative Marge: Weiterhin 18-20 Prozent erwartet
  • Strategie: Profitabilität vor reinem Volumenwachstum

Die Profitabilität bleibt jedoch stabil. Eine Marge von 18 bis 20 Prozent signalisiert: Der Konzern setzt auf Qualität statt auf reines Mengenwachstum. Der Produktionshochlauf verläuft komplexer als ursprünglich geplant.

Drohnen-Auftrag: Rheinmetall ist dabei

Anfängliche Berichte hatten den Eindruck erweckt, Rheinmetall sei bei der Drohnen-Beschaffung der Bundeswehr leer ausgegangen. Die Start-ups Helsing und Stark Defence schienen die Gewinner. Tatsächlich sicherte sich der Düsseldorfer Konzern jedoch ebenfalls einen Rahmenvertrag über rund 300 Millionen Euro.

Die Bundeswehr verfolgt eine Mehrlieferanten-Strategie: Neben den Newcomer-Systemen HX-2 und Virtus kommen auch Rheinmetall-Drohnen wie die FV-014 Raider zum Einsatz. Die vermeintliche Niederlage entpuppt sich als Missverständnis.

KNDS-Übernahme vom Tisch

Klarheit herrscht auch bei der strategischen Ausrichtung. Eine direkte Beteiligung am deutsch-französischen Panzerbauer KNDS (Leopard 2) wird nicht weiterverfolgt. KNDS plant stattdessen 2026 einen Börsengang in Frankfurt und Paris. Rheinmetall muss sein Wachstum somit organisch und durch kleinere Zukäufe vorantreiben.

Management zeigt Vertrauen

CEO Armin Papperger reagierte auf den Kursrutsch mit persönlichen Aktienkäufen. Ein klassisches Signal: Das Management bewertet die langfristige Perspektive positiv. Auch Analysten blieben trotz Korrekturen konstruktiv:

  • Jefferies: Kursziel von 2.170 auf 2.060 Euro gesenkt, Rating „Buy“ bestätigt
  • JPMorgan: Ziel auf 2.130 Euro reduziert, „Overweight“ beibehalten

Der vollständige Geschäftsbericht folgt am 11. März 2026. Dann wird sich zeigen, wie robust die Auftragsentwicklung tatsächlich ist und ob der Markt mit seiner Skepsis richtig lag.

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