Rheinmetall Aktie: Milliarden-Auftrag rückt näher

Der Haushaltsausschuss ebnete den Weg für einen Großauftrag an die Bundeswehr. Rheinmetall präsentierte auf der Enforce Tac neue Waffensysteme und Abwehrlösungen.

Die Kernpunkte:
  • Politik ebnet Weg für Drohnen-Großauftrag
  • Rheinmetall zeigt neuen Raketenjagdpanzer
  • Präsentation modularer Drohnenabwehrsysteme
  • Aktie notiert nach starkem Anstieg

Der Bundestag hat den Weg für einen Großauftrag geebnet. Der Haushaltsausschuss gab am Mittwoch grünes Licht für die Beschaffung von Kampfdrohnen im fünfstelligen Stückzahlbereich – und Rheinmetall gilt als aussichtsreicher Kandidat. Während erste Wettbewerber bereits Verträge unterzeichnet haben, könnte der Auftrag für das Rheinmetall-System laut Branchenberichten innerhalb weniger Wochen zur Abstimmung gelegt werden.

Die sogenannten „Loitering Munitions“, auch Kamikaze-Drohnen genannt, sollen ab 2027 die „Brigade Litauen“ ausrüsten. Die Bundeswehr treibt damit die Modernisierung ihrer Streitkräfte voran und setzt auf Präzisionswaffen, die zunehmend das Gefechtsfeld dominieren.

Neue Waffensysteme präsentiert

Parallel zur politischen Weichenstellung nutzte Rheinmetall die Fachmesse Enforce Tac in Nürnberg für die Vorstellung zweier Systeme. Erstmals zeigte der Konzern den Raketenjagdpanzer Fuchs JAGM, der mit einem vertikalen Startsystem für 24 Lenkflugkörper ausgestattet ist. Das Fahrzeug kann Raketen vom Typ AGM-179 JAGM oder AGM-114L Hellfire einsetzen und ermöglicht damit schnelle Zielbekämpfung ohne Nachladen.

Die Entwicklung zielt auf moderne Gefechtsszenarien ab, bei denen mobile Feuerkraft entscheidend ist. Zudem verbessert das System die Zusammenarbeit mit NATO-Partnern, die bereits auf die US-entwickelten JAGM-Raketen setzen.

Drohnenabwehr im Fokus

Passend zum Drohnen-Thema stellte Rheinmetall auch neue Abwehrlösungen vor. Die fernbedienbare Waffenstation RCWS320C-UAS kombiniert mehrere Sensoren mit automatisierter Zielerfassung. Das modulare System lässt sich auf Fahrzeugen, unbemannten Plattformen oder zur stationären Sicherung einsetzen und richtet sich gegen kleine, schnelle Drohnen.

Die Aktie notiert nach einem starken 12-Monats-Anstieg von knapp 68 Prozent aktuell bei 1.675,50 Euro. Das Papier bleibt damit rund 16 Prozent unter seinem Höchststand von 1.995 Euro, den es Ende September erreicht hatte. Sollte der erwartete Großauftrag tatsächlich in den kommenden Wochen verkündet werden, dürfte das für neue Impulse sorgen.

Rheinmetall-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rheinmetall-Analyse vom 27. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Rheinmetall-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rheinmetall-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Rheinmetall: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Rheinmetall