Rheinmetall Aktie: Neuer Konkurrent

Barclays hebt Kursziel für Rheinmetall an, doch der tschechische Rüstungskonzern CSG startet einen Rekord-Börsengang und wird zum direkten Wettbewerber.

Die Kernpunkte:
  • Barclays erhöht Kursziel auf 2.175 Euro
  • CSG plant Rekord-Börsengang mit 25 Mrd. Euro
  • Rheinmetall treibt Verkauf von Power Systems voran
  • Auftragsvolumen bleibt mit Milliardenverträgen robust

Barclays hebt das Kursziel für Rheinmetall auf 2.175 Euro an und sieht die langfristige Wachstumsstory intakt. Doch während die Analysten optimistisch bleiben, formiert sich neue Konkurrenz: Die tschechische Czechoslovak Group startet den größten Börsengang der Verteidigungsbranche aller Zeiten – und will Rheinmetall Marktanteile abjagen.

Barclays rechnet mit 66 Milliarden Euro Umsatz bis 2035

Analyst Afonso Osorio von Barclays hat seine Langfristprognose für den Düsseldorfer Rüstungskonzern aktualisiert. Die Bewertung bleibt bei “Overweight”, das Kursziel steigt von 2.060 auf 2.175 Euro.

Die Kernpunkte der Analyse:

  • Umsatzprognose 2035: 66 Milliarden Euro
  • Operative Marge 2035: 19 Prozent
  • Margenhöhepunkt erwartet für 2029/30
  • Bewertungsaufschlag aufgrund überdurchschnittlichen Wachstums gerechtfertigt

Barclays steht damit nicht allein. Bernstein Research bekräftigte am Montag sein “Outperform”-Rating, Goldman Sachs und Deutsche Bank empfehlen die Aktie zum Kauf. Der Analystenkonsens sieht das Kursziel bei rund 2.200 Euro.

CSG bringt 25 Milliarden Euro Bewertung an die Börse

Die Czechoslovak Group (CSG) hat am Montag den Handel in Amsterdam vorbereitet und strebt eine Marktkapitalisierung von 25 Milliarden Euro an. Das Unternehmen will bis zu 3,8 Milliarden Euro einsammeln – der größte Börsengang im Verteidigungssektor überhaupt.

CSG produziert Artilleriemunition, schweres Bodengerät und Radarsysteme. Das Unternehmen gilt als einer der am schnellsten wachsenden Rüstungskonzerne weltweit. Der offizielle Handelsbeginn ist für Freitag geplant. Rheinmetall bekommt damit einen kapitalstarken, börsennotierten Wettbewerber in Europa – mit direkter Überschneidung im Produktportfolio.

Am Dienstag reagierten die deutschen Verteidigungswerte verhalten: Rheinmetall verlor 0,57 Prozent, RENK gab 2,02 Prozent ab, HENSOLDT büßte 2,71 Prozent ein.

Power Systems vor dem Absprung

Parallel treibt Rheinmetall die strategische Neuausrichtung voran. Der Verkauf der zivilen Sparte Power Systems steht kurz vor dem Abschluss. Das Management verhandelt mit zwei Bietern, der Vertragsabschluss soll im laufenden Quartal erfolgen.

Die Trennung führte zu einer nicht-zahlungswirksamen Wertminderung von rund 350 Millionen Euro. Im Gegenzug hob der Konzern die Jahresprognose an: Das Umsatzwachstum wird nun mit 30 bis 35 Prozent erwartet, die operative Marge bei 18,5 bis 19,0 Prozent.

Das Auftragsvolumen bleibt robust. Im Dezember sicherte sich das Joint Venture mit ICEYE einen Fünfjahresvertrag mit der Bundeswehr über 1,7 Milliarden Euro für SAR-Satellitendaten. Zudem liefert Rheinmetall HERO Loitering Munition Systeme an NATO-Kunden im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Die Aktie notiert derzeit bei etwa 1.890 Euro – das von Barclays angehobene Kursziel liegt rund 15 Prozent darüber. Mit dem CSG-Börsengang betritt nun ein ernstzunehmender Konkurrent die europäische Verteidigungsbühne. Ob Rheinmetall seine Marktposition verteidigen kann, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen.

Rheinmetall-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rheinmetall-Analyse vom 21. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Rheinmetall-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rheinmetall-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Rheinmetall: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...