Rheinmetall Aktie: Protest trifft Produktion
Der Rüstungskonzern schließt einen 40-Millionen-Euro-Deal für den Luchs 2 ab, während Aktivisten sein Berliner Werk blockieren. Die Aktie notiert unter Druck, die Dividende steigt jedoch deutlich.

- Neuer Großauftrag für Spähfahrzeug-Sensorik
- Wiederholte Blockaden am Berliner Produktionsstandort
- Dividendenvorschlag steigt um 42 Prozent
- Aktienkurs deutlich unter Jahreshoch
Neues Rüstungsgeschäft auf der einen Seite, blockierte Werkstore auf der anderen: Rheinmetall erlebt einen Wochenschluss, der die Widersprüche rund um den Rüstungskonzern sichtbar macht.
40-Millionen-Deal für den Luchs 2
Am 8. April unterzeichnete Rheinmetall Electronics GmbH mit dem Sensorspezialisten Theon Sensors SA ein Abkommen über die Entwicklung und Serienlieferung eines stabilisierten Multi-Sensor-Systems auf Basis der PHYLAX-Technologie. Das System soll in das elektrooptische Visier SEOSS 210 P integriert werden — konkret für das Spähfahrzeug NG Luchs 2 der Bundeswehr. Der anfänglich vereinbarte Vertragswert liegt bei über 40 Millionen Euro für mehrere hundert Systeme, mit Potenzial für weitere Stückzahlen auf anderen Fahrzeugplattformen.
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Berliner Werk unter Protest
Während die Vertragsdetails bekanntwerden, sorgt ein anderer Standort für Aufsehen. Am Freitag klebten sich sieben Aktivisten vor dem Berliner Werk in Gesundbrunnen auf dem Bürgersteig fest und blockierten den Zugang. Einsatzkräfte entfernten alle sieben; einige erlitten leichte Handverletzungen. Ermittlungen wegen Hausfriedensbruchs, Nötigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte wurden eingeleitet.
Es war bereits die zweite Aktion innerhalb weniger Wochen. Ende März hatten Demonstranten das Dach des Gebäudes besetzt und Banner mit Bezug auf den Nahost-Konflikt entrollt. Hintergrund ist die geplante Umrüstung des ehemaligen Pierburg-Automobilwerks: Ab Sommer soll dort die Großkalibermunitions-Produktion anlaufen — ein Schritt, der die Proteste weiter befeuern dürfte.
Kurs schwächelt, Dividende steigt kräftig
An der Börse steht die Aktie unter Druck. Ein kurzes Aufflackern am Mittwoch — ein Kursplus von rund drei Prozent im Zuge einer Erholungsrallye nach dem US-Iran-Waffenstillstand — war am Donnerstag bereits wieder vollständig verpufft. Mit einem Minus von rund 8,7 Prozent seit Jahresbeginn notiert das Papier deutlich unterhalb seines 200-Tage-Durchschnitts.
Fundamental liefert der Konzern weiterhin starke Signale. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung eine Dividende von 11,50 Euro je Aktie vor — ein Anstieg von 42 Prozent gegenüber dem Vorjahr und die vierte Erhöhung in Folge. Für 2026 peilt Rheinmetall einen Umsatz von über 14 Milliarden Euro und eine operative Marge von 19 Prozent an. Der Auftragsbestand belief sich Ende 2025 auf 63,76 Milliarden Euro, rund 36 Prozent mehr als im Vorjahr.
Der operative Hochlauf in Berlin zur Jahresmitte wird damit zum nächsten konkreten Prüfpunkt — sowohl für die Produktionspläne als auch für den Widerstand, der sie begleitet.
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