Rheinmetall Aktie: Reiner Rüstungskonzern
Der Rüstungskonzern verkauft seine Automotive-Einheit und eröffnet mit der Übernahme von NVL eine neue maritime Wachstumssparte, gestützt auf starke Finanzergebnisse.

- Verkauf der kriselnden Automotive-Sparte in Vorbereitung
- Übernahme des Schiffbauers NVL abgeschlossen
- Ambitionierte Wachstumsziele für neue Marine-Division
- Rekordumsatz und Auftragsbestand als Fundament
Raus aus dem Autozuliefergeschäft, rein in den Marineschiffbau: Rheinmetall vollzieht im März 2026 gleich zwei strukturelle Schritte auf einmal. Der Düsseldorfer Konzern bereitet den finalen Verkauf seiner kriselnden Automotive-Sparte vor und hat zeitgleich mit der Übernahme des Schiffbauers NVL eine völlig neue Wachstumsachse erschlossen.
Automotive-Abgang nimmt Form an
Knapp 8.000 Beschäftigte an sieben deutschen Standorten sind vom bevorstehenden Verkauf der sogenannten Power-Systems-Sparte betroffen. Das Management hat mit IG Metall und den Betriebsräten einen Überleitungstarifvertrag vereinbart, der Beschäftigungs- und Standortsicherung für drei Jahre nach dem Eigentümerwechsel garantiert.
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Der Bereich fertigt Teile für die Autoindustrie, kämpft mit rückläufigen Umsätzen und passt nicht mehr zur Strategie eines Konzerns, der sich vollständig auf das Rüstungsgeschäft ausrichtet. Rheinmetall verhandelt noch mit zwei Bietern und peilt eine Vertragsunterzeichnung bis Ende März an — intern gilt das erste Quartal als Zieldatum, offiziell nennt das Unternehmen das dritte Quartal als spätesten Termin.
Neue Maritime Division mit großen Zielen
Zum 1. März 2026 hat Rheinmetall die Übernahme von Naval Vessels Lürssen (NVL) abgeschlossen. Unter dem NVL-Dach vereinen sich mehrere norddeutsche Werften — darunter Blohm+Voss in Hamburg und die Neue Jadewerft in Wilhelmshaven — sowie internationale Standorte in Bulgarien, Brunei und Kroatien.
Mit einem erwarteten Jahresumsatz von 1,3 Milliarden Euro und rund 2.100 Mitarbeitern bildet NVL die Basis der neu gegründeten fünften Konzernsparte Naval Systems. Die Wachstumsambitionen sind erheblich: Rheinmetall peilt für die Marinesparte ein jährliches Umsatzwachstum von rund 30 Prozent an — das würde 2030 einem Umsatz von etwa fünf Milliarden Euro entsprechen, davon drei Milliarden aus Deutschland und zwei Milliarden aus Märkten wie Italien, Griechenland und der Türkei.
Konzernchef Armin Papperger formuliert das Ziel klar: Rheinmetall soll ein domänenübergreifendes Systemhaus werden, das zu Lande, zu Wasser, in der Luft und im Weltraum operiert — mit vollständigen Systemlösungen statt reinen Plattformen.
Starke Zahlen als Rückendeckung
Die strategische Neuausrichtung stützt sich auf ein starkes Fundament. Im Rekordjahr 2025 stieg der Konzernumsatz um 29 Prozent auf 9,9 Milliarden Euro, das operative Ergebnis legte um 33 Prozent auf 1,84 Milliarden Euro zu. Der Auftragsbestand wuchs um 36 Prozent auf 63,76 Milliarden Euro — ein Polster, das die Wachstumspläne glaubwürdig macht.
Für 2026 erwartet Rheinmetall ein Umsatzwachstum von 40 bis 45 Prozent auf 14,0 bis 14,5 Milliarden Euro bei einer operativen Marge von rund 19 Prozent. Treiber ist die steigende Nachfrage aus NATO-Staaten, die ihre Verteidigungsbudgets deutlich aufstocken. Am 7. Mai 2026 folgen die Q1-Zahlen — dann zeigt sich erstmals, ob NVL reibungslos integriert ist und die Produktionssteigerungen im laufenden Betrieb greifen.
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