Rheinmetall Aktie: Rosige Finanzprognosen
Der Rüstungskonzern sichert sich einen überraschenden Drohnenauftrag der Bundeswehr und präsentiert neue Waffensysteme, während ein Großauftrag für den Luchs 2 die Auftragslage stärkt.

- Überraschender Drohnenauftrag der Bundeswehr im Wert von 269 Millionen Euro
- Präsentation mehrerer neuer Waffensysteme auf der Enforce Tac
- Großauftrag für Luchs-2-Türme im dreistelligen Millionenbereich
- Aktie mit starkem Kursplus im laufenden Jahr
Drei Produktpremieren, ein milliardenschwerer Panzer-Deal und ein überraschender Drohnen-Auftrag – bei Rheinmetall überschlagen sich derzeit die Ereignisse. Während die Enforce Tac in Nürnberg läuft, wird bekannt: Der Düsseldorfer Konzern hat sich gegen die Konkurrenz durchgesetzt und beliefert die Bundeswehr mit Kamikaze-Drohnen, obwohl er zunächst gar nicht berücksichtigt wurde.
Unerwarteter Coup bei Kamikaze-Drohnen
Gemeinsam mit den Startups Stark und Helsing sicherte sich Rheinmetall einen Auftrag zur Lieferung von Kamikaze-Drohnen an die Bundeswehr. Der auf Rheinmetall entfallende Anteil beläuft sich auf 269 Millionen Euro – mit Potenzial für Aufstockungen bei Erreichen bestimmter Meilensteine. Das Bemerkenswerte: Der Konzern war ursprünglich nicht für den Deal vorgesehen. Weder Rheinmetall noch das Beschaffungsamt wollten sich dazu äußern.
Produktoffensive auf der Enforce Tac
Parallel präsentiert Rheinmetall in Nürnberg gleich mehrere Neuheiten. Der Fuchs JAGM feiert seine Deutschland-Premiere – das weltweit erste gepanzerte Fahrzeug mit 24 vertikal gestarteten AGM-179 Joint Air-to-Ground Missiles von Lockheed Martin. Ohne Nachladen kann das System 24 Kampfpanzer oder Luftziele in schneller Folge bekämpfen.
Die ferngesteuerte Waffenstation RCWS320C-UAS ergänzt das Portfolio: Bereits unter Vertrag für das Nah- und Nächstbereichsschutzsystem der Bundeswehr, kombiniert sie Sensorfusion mit einer Dillon M134D-Minigun (3.000 Schuss pro Minute Feuerrate). Hinzu kommen ein modulares Körperschutzsystem und ein gewichtsreduzierter Gefechtshelm aus Hochleistungs-Polyethylen.
Luchs-2-Großauftrag im dreistelligen Millionenbereich
Bereits eine Woche zuvor hatte Rheinmetall von General Dynamics European Land Systems ein umfassendes Paket für das Aufklärungsfahrzeug Luchs 2 erhalten. Der Auftragswert liegt im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich und umfasst 274 CT-025-Türme (erste Großserie des neuen unbemannten Mittelkaliberturms), die Oerlikon KBA 25mm-Maschinenkanone sowie sechs Gefechtssimulationsanlagen. Die Lieferung der Türme soll bis 2031 durch Rheinmetall Electronics in Bremen erfolgen.
Der Deal ist Teil eines größeren 3-Milliarden-Euro-Vertrags für 274 Aufklärungsfahrzeuge auf Piranha-6×6-Basis, den GDELS im Oktober 2025 zugesprochen bekam.
Mynaric-Übernahme als weitere Option
Zusätzliche Dynamik könnte eine mögliche Übernahme des Laserkommunikations-Spezialisten Mynaric bringen. Rheinmetall erwägt Medienberichten zufolge ein Gegenangebot zu Rocket Lab. Mynarics Technologie für optische Inter-Satelliten-Links gilt als strategisch relevant für die europäische IRIS²-Konstellation und die sichere Kommunikation der Bundeswehr. Eine offizielle Stellungnahme steht aus.
Starker Jahresstart vor Zahlenvorlage
Die Rheinmetall-Aktie notiert aktuell bei 1.702 Euro. Im laufenden Jahr legte das Papier bislang um 6,28 Prozent zu, über zwölf Monate beträgt das Plus 76,92 Prozent. Anfang Februar hatte der Konzern operative Verteidigungsumsätze von 15 bis 16 Milliarden Euro für 2026 bei einer operativen Marge von 18 bis 20 Prozent prognostiziert. Die jüngste Auftragsserie – vom Luchs-2-Deal bis zum Drohnen-Coup – untermauert diese Ambitionen. Am 11. März folgen die Jahreszahlen.
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