Rheinmetall Aktie: Skyranger-Panne?
Die Bundeswehr plant 48 Diehl-Abwehrsysteme als Übergang; Analysten senken Rheinmetalls Kursziele vor dem Kapitalmarkttag.

- 48 Diehl-Systeme als Zwischenlösung vorgesehen
- Zusätzlicher Tytan-Auftrag ist geplant
- UBS senkt Kursziel auf 1.360 Euro
- Mangalia-Werft für rund 138 Millionen Euro erworben
Verzögerungen beim Rheinmetall-Flugabwehrpanzer Skyranger wirken sich auf die Beschaffungspläne der Bundeswehr aus. Das Handelsblatt berichtete am 22. Oktober, die Bundeswehr wolle deshalb 48 GARMR-Drohnenabwehrsysteme von Diehl als Zwischenlösung beschaffen. Zusätzlich sei ein Auftrag an das Start-up Tytan geplant.
Beschaffungspläne treffen auf hohe Erwartungen
Der Bericht über die geplanten Zwischenlösungen fällt in die Vorbereitung auf Rheinmetalls Kapitalmarkttag. Für die Veranstaltung am 26. und 27. November hatte UBS-Analyst Sven Weier am 20. Oktober zu konservativen Zielen geraten, um erneute Enttäuschungen zu vermeiden. UBS senkte das Kursziel von 1.600 auf 1.360 Euro und bestätigte die Kaufempfehlung.
Gestern reduzierte Deutsche Bank Research das Kursziel von 1.800 auf 1.650 Euro und bestätigte ebenfalls die Kaufempfehlung. Die Bank beschrieb vor dem Kapitalmarkttag ein Erwartungsdilemma: Investoren rechneten mit niedrigeren Zielen für 2030, während eine deutliche Zielsenkung die Gewinnerwartungen belasten könnte.
Zudem sei der Auftragseingang zur Stützung dieser Erwartungen ungewiss. Damit benannte Deutsche Bank Research neben der möglichen Anpassung langfristiger Ziele auch die Unsicherheit über die dafür erforderlichen Bestellungen als Belastungsfaktor für die Aktie.
Quartalsmitteilung steht vor dem Kapitalmarkttag
Rheinmetall erhielt unterdessen vor gut einer Woche gemeinsam mit MSC bei einer Auktion den Zuschlag für die rumänische Mangalia-Werft. Der gemeinsame Kaufpreis beträgt laut Rheinmetall rund 138 Mio. EUR. Die Division Naval Systems soll die Werft unter anderem für den Bau von vier rumänischen Marineschiffen nutzen.
Noch vor dem Kapitalmarkttag steht am 5. November die Veröffentlichung der Quartalsmitteilung für das dritte Quartal 2026 an. Sie umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. September 2026.
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