Rheinmetall Aktie: Strategisch gut positioniert
Rheinmetall startet 2026 mit mehreren operativen Erfolgen in den Bereichen Drohnen, Panzer und potenzieller Satellitenkommunikation und baut seine Position im europäischen Verteidigungsmarkt weiter aus.

- Erfolgreicher Drohnen-Test mit der Bundeswehr
- Erste Lynx-Panzer an Italien ausgeliefert
- Kooperationsgespräche für Satellitenkommunikation
- Strategische Ausrichtung auf vernetzte Systeme
Rheinmetall startet 2026 mit gleich mehreren operativen Signalen, die in dieselbe Richtung zeigen: mehr Vernetzung, mehr Technologie, mehr internationale Programme. Entscheidend ist dabei weniger ein einzelnes Projekt – sondern das Zusammenspiel aus Drohnen, Gefechtsfahrzeugen und möglicher Satellitenkommunikation. Wie konsequent baut der Konzern damit seine Rolle in Europas Modernisierungswelle aus?
Drei Bausteine für künftige Aufträge
Am Donnerstag meldete Rheinmetall die erfolgreiche Teilnahme an einem Bundeswehr-Test mit der Aufklärungsdrohne LUNA NG. Das System wurde in einen „Aufklärungs- und Wirkverbund“ integriert – also in ein vernetztes Szenario, in dem mehrere (auch unbemannte) Systeme zusammenarbeiten. Genau diese vernetzte Operationsführung gilt als Kernanforderung moderner Streitkräfte.
Nur zwei Tage zuvor kam der nächste operative Meilenstein aus Italien: Das Joint Venture von Leonardo und Rheinmetall lieferte die ersten vier Lynx-Schützenpanzer an die italienische Armee aus. Damit startet offiziell das A2CS-Programm (Army Armoured Combat Systems), das die Modernisierung der gepanzerten Fahrzeuge Italiens vorantreiben soll.
Und drittens: Das Raumfahrt- und Technologieunternehmen OHB bestätigte bereits am 26. Januar Gespräche mit Rheinmetall über eine mögliche Kooperation. Dabei geht es um eine gemeinsame Positionierung bei öffentlichen Ausschreibungen – mit dem Ziel, ein satellitengestütztes Kommunikationsnetzwerk für die Bundeswehr anzubieten.
Die Fakten im Überblick
- 29. Januar 2026: LUNA NG besteht Bundeswehr-Systemtest in vernetztem Einsatzszenario
- 27. Januar 2026: Erste vier Lynx-Fahrzeuge an Italien ausgeliefert, Start des A2CS-Programms
- 26. Januar 2026: OHB bestätigt Gespräche über Kooperation für künftige Ausschreibungen (Satellitenkommunikation)
Marktumfeld: Modernisierung trifft auf Vernetzung
Die Meldungen passen in ein europäisches Umfeld mit steigenden Verteidigungsbudgets und klarer Priorität auf Digitalisierung und Vernetzung. Rheinmetall adressiert diese Bedarfslinien gleich in mehreren Feldern: unbemannte Aufklärung (Drohnen), klassische Land-Systeme (Gepanzertes) und – potenziell über Partner – Kommunikationsinfrastruktur aus dem All.
Auch an der Börse spiegelt sich die Erwartung an weiteres Wachstum: Auf 12-Monats-Sicht liegt der Titel 139,59% im Plus. Zuletzt zeigte sich allerdings etwas Luft nach oben begrenzt: Der Schlusskurs von gestern lag bei 1.795,50 Euro, rund 10% unter dem 52‑Wochen‑Hoch. Gleichzeitig wirkt der kurzfristige Trend sehr heiß gelaufen – der RSI (14 Tage) liegt bei 83,7.
Unterm Strich liefert Rheinmetall zum Jahresauftakt weniger „eine große“ Nachricht, sondern mehrere Bausteine, die strategisch zusammenpassen. Konkrete nächste Meilensteine dürften vor allem aus den Programmen selbst kommen – also aus weiteren Integrations- und Lieferfortschritten sowie aus der Frage, ob aus den OHB-Gesprächen tatsächlich gemeinsame Ausschreibungsangebote entstehen.
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