Rheinmetall Aktie: UBS kürzt Ziel auf 1.600 Euro

Trotz Rekordaufträgen senken UBS und Jefferies die Kursziele für Rheinmetall. Ein Gerichtsverfahren belastet zusätzlich die Aktie.

Die Kernpunkte:
  • UBS senkt Ziel auf 1.600 Euro
  • Auftragsbestand über 73 Milliarden Euro
  • Gericht stoppt Beschaffungsgesetz
  • Aktie verliert seit Jahresbeginn 25 Prozent

Die Auftragsbücher quellen über, aber die Euphorie verfliegt. Bei Rheinmetall klaffen operative Realität und Stimmung an der Börse derzeit weit auseinander. Mehrere namhafte Analysten haben ihre Kursziele für den Rüstungskonzern massiv zusammengestrichen.

Skepsis trotz voller Bücher

Die Großbank UBS senkte ihre Erwartungen drastisch. Das Kursziel fällt von 2.200 auf 1.600 Euro. Analyst Sven Weier begründet den Schritt mit Investorensorgen. Die künftige Marktstellung des Konzerns stehe auf dem Prüfstand. Dennoch bleibt er bei seiner Kaufempfehlung.

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Parallel dazu reagierte Jefferies. Analystin Chloe Lemarie kappte ihr Ziel auf 1.890 Euro. Sie hält Bedenken zur operativen Umsetzung für berechtigt. Entscheidend seien nun die kommenden Auftragseingänge. Barclays bewertet die Lage deutlich optimistischer und ruft 2.035 Euro aus.

Dem vorsichtigen Ausblick der Experten steht ein massives Polster gegenüber. Ende März stapelten sich Aufträge im Wert von über 73 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg im ersten Quartal um acht Prozent. Das operative Ergebnis kletterte sogar um 17 Prozent.

Juristische Hürden bremsen

Ein neuer Risikofaktor kommt nun aus Düsseldorf. Das Oberlandesgericht hält Teile des neuen Bundeswehrbeschaffungsgesetzes für voraussichtlich verfassungswidrig. Konkret geht es um eingeschränkte Beschwerderechte bei Vergaben.

Das Gericht hat das Verfahren ausgesetzt. Nun muss das Bundesverfassungsgericht entscheiden. Die Folge: Künftige Projektstarts in Deutschland könnten sich spürbar verzögern. Das trifft Rheinmetall als Hauptprofiteur direkt.

Blick auf den Chart

An der Börse zeigt sich ein gemischtes Bild. Am Freitag schloss das Papier bei 1.221,40 Euro. Auf Wochensicht steht zwar ein Plus von fast neun Prozent. Seit Jahresbeginn hat die Aktie jedoch knapp ein Viertel ihres Wertes verloren.

Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei 1.995 Euro bleibt gewaltig. Indes signalisiert der RSI-Indikator mit einem Wert von 85 eine kurzfristig überkaufte Situation.

Am 6. August 2026 präsentiert Rheinmetall die Zahlen für das zweite Quartal. Bis dahin bestimmen neue Großaufträge und das Verfahren in Karlsruhe die Richtung.

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