Rheinmetall Aktie: Volle Auftragsbücher

Der Rüstungskonzern profitiert von einem geplanten Großauftrag für Kamikazedrohnen und einer strategischen Allianz mit Boeing. Die Aktie erholt sich deutlich von ihrem Tief.

Die Kernpunkte:
  • Geplanter Drohnen-Rahmenvertrag über 2,4 Milliarden Euro
  • Strategische Partnerschaft mit Boeing für Kampfdrohnen
  • Aktie steigt deutlich und verlässt Elf-Monats-Tief
  • Kontroverse um Äußerungen von CEO Papperger

Gleich mehrere Neuigkeiten auf einmal: Rheinmetall hat heute eine strategische Partnerschaft mit Boeing für das unbemannte Kampfflugzeug MQ-28 Ghost Bat bekannt gegeben, das für die Royal Australian Air Force entwickelt wird. Gleichzeitig berichtet der „Spiegel“, dass das Bundesverteidigungsministerium plant, beim Rüstungskonzern Kamikazedrohnen des Typs „Raider“ zu bestellen. Die Aktie reagiert positiv und zählt heute zu den stärksten Werten im DAX.

Milliardenschwerer Drohnen-Auftrag aus Berlin

Das Verteidigungsministerium hat den Haushaltsausschuss des Bundestags gebeten, zunächst ein 25-Millionen-Euro-Projekt für die neue Drohnenmunition zu genehmigen. In einem ersten Schritt soll Rheinmetall einen Auftrag über knapp 300 Millionen Euro erhalten — für Bodenstationen, Flugkörper sowie Ausbildung und Simulatoren. Das Gesamtvolumen des angestrebten Rahmenvertrags beläuft sich auf stolze 2,387 Milliarden Euro.

Die „Raider“-Drohnen gelten laut Ministerium als Neuentwicklung und sollen bestehende Systeme anderer Hersteller durch ihre optischen Sensoren ergänzen. Eine Bedingung gibt es allerdings: Bis Ende April 2027 muss Rheinmetall alle Anforderungen für die endgültige Qualifikation erfüllen — sonst kann das Ministerium den Vertrag kündigen.

Papperger im Gegenwind

Abseits der erfreulichen Auftragslage sorgt Rheinmetall-Chef Armin Papperger für Wirbel. In einem Interview mit dem US-Magazin „The Atlantic“ hatte er ukrainische Drohnenproduzenten mit Hausfrauen verglichen, die mit 3D-Druckern in der Küche hantierten, und den Drohneneinsatz der Ukraine mit dem Spielen mit Legosteinen gleichgesetzt.

Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj konterte scharf: Wenn ukrainische Hausfrauen tatsächlich Drohnen bauen könnten, dann seien sie auch qualifiziert genug, Rheinmetall zu leiten. Das Unternehmen versuchte die Wogen schnell zu glätten und lobte auf der Plattform X ausdrücklich die Innovationskraft und den Kampfgeist des ukrainischen Volks.

An der Börse verpuffte die Kontroverse wirkungslos. Die Rheinmetall-Aktie notiert heute mit einem Plus von rund 2,1 Prozent bei 1.438,50 Euro — und löst sich damit von einem Elf-Monats-Tief. Auch andere deutsche Rüstungswerte wie Hensoldt und RENK ziehen heute spürbar an.

Die Citigroup hat ebenfalls eine neue Studie zu Rheinmetall vorgelegt, was den Aufwärtsdruck zusätzlich stützt. Zusammen mit dem Boeing-Deal und dem drohenden Großauftrag aus Berlin dürfte die Nachrichtenlage den Kurs vorerst gut unterfüttern.

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