Rheinmetall Aktie: Zivilsparte bremst
Der Rüstungskonzern verschiebt den Verkauf seiner zivilen Power Systems Division. Das starke Verteidigungsgeschäft mit hohen Prognosen und einer geplanten Dividendensteigerung überdeckt die Verzögerung.

- Verkauf der Zivilsparte Power Systems verzögert
- Starke Prognosen für Umsatz und operative Marge 2026
- Dividende soll deutlich auf 11,50 Euro steigen
- Übernahme von NVL komplettiert militärische Ausrichtung
Der Düsseldorfer Rüstungskonzern treibt seine Transformation zum reinen Verteidigungsunternehmen mit Nachdruck voran. Während die Integration neuer Sparten und starke Prognosen die Anleger überzeugen, gerät der finale Schnitt ins Stocken. Der geplante Verkauf der zivilen Division Power Systems verzögert sich um mehrere Wochen.
Warten auf den Käufer
Ursprünglich wollte das Management den Vertrag für die Automotive- und Energiesparte noch vor Ostern unterzeichnen. Nun peilt CEO Armin Papperger das zweite Quartal an, wobei sich der Prozess bis in das dritte Quartal ziehen könnte. Ein konkreter Käufer für den Bereich mit knapp 8.000 Beschäftigten ist öffentlich noch nicht in Sicht. Die Sparte fertigt Teile für die Autoindustrie, kämpft mit rückläufigen Umsätzen und passt nicht mehr zur militärischen Ausrichtung des Unternehmens.
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Immerhin ist die soziale Flanke bereits abgesichert. Ein Überleitungstarifvertrag garantiert den Mitarbeitern an sieben deutschen Standorten eine dreijährige Beschäftigungs- und Standortsicherung nach dem Eigentümerwechsel.
Rüstungsgeschäft federt Verzögerung ab
Das florierende Kerngeschäft kompensiert die Unsicherheiten um den Verkauf problemlos. Für das Jahr 2026 prognostiziert das Unternehmen ein Umsatzwachstum von bis zu 45 Prozent auf 14,5 Milliarden Euro bei einer operativen Marge von rund 19 Prozent. Auch die Aktionäre profitieren durch eine geplante Anhebung der Dividende von 8,10 Euro auf 11,50 Euro. Diese fundamentale Stärke spiegelt sich am Markt wider: Die Papiere verzeichneten in den vergangenen sieben Tagen ein Plus von knapp sechs Prozent und notieren aktuell bei 1.630,50 Euro.
Die strategische Neuausrichtung läuft abseits der zivilen Hängepartie nach Plan. Mit der am 1. März abgeschlossenen Übernahme von Naval Vessels Lürssen (NVL) deckt der Konzern nun alle militärischen Domänen ab und integriert die norddeutschen Werften in seine neue Fünf-Sparten-Struktur. Am 7. Mai 2026 folgen die Zahlen für das erste Quartal. Dann wird das Management erste Einblicke geben, wie reibungslos die Integration der neuen Marinesparte im laufenden Betrieb funktioniert, bevor am 12. Mai die Hauptversammlung über die Gewinnausschüttung abstimmt.
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