Rheinmetall mit neuen Großaufträgen, Aktie nimmt Fahrt auf

Der Rüstungskonzern Rheinmetall vermeldete heute gleich zwei neue Großaufträge. Diese betreffen die Automobilsparte des Konzerns und wurden vom der zum Konzern gehörenden Automobilzulieferer Kolbenschmidt Pierburg an Land gezogen.

 

© Rheinmetall
© Rheinmetall

Insgesamt beläuft sich das Volumen beider Aufträge auf mehr als 300 Mio. Euro. Für einen großen europäischen Automobilhersteller sollen im Rahmen dieses Auftrages Abgasklappen gefertigt werden. Der andere Auftrag kommt von einem Unternehmen aus den USA, für welches Abgasrückführmodelle geliefert werden sollen. Die Produktion für beide Aufträge soll im Jahr 2017 aufgenommen werden. Insgesamt haben beide Projekte eine Laufzeit bis 2020.

 

Quartalszahlen von Rheinmetall konnten überzeugen

Bereits mit Vorlage der letzten Quartalszahlen zeigte Rheinmetall, dass die Automobiltechnik-Sparte im Unternehmen sehr gut läuft. Aber auch der Bereich Rüstung konnte danach wieder zulegen.

Seit ca. zwei Jahren hat Rheinmetall ein Sparprogramm aufgelegt, wodurch die Kosten im Unternehmen gesenkt werden sollen. Erste Erfolge sind nach dem Zahlenwerk bereits spürbar. Komplettiert wurde das vom Vorstand mit einer leichten Anhebung der Jahresprognose.

 

Aktie nimmt wieder Fahrt auf

Der Markt nahm sowohl die Zahlen als auch die angepasste Prognose erfreut auf und schickte die Papiere von Rheinmetall deutlich gen Norden. Bei 57,50 Euro konnte der Wert dann ein neues Jahreshoch markieren.

Berücksichtigt man die Auswirkungen des Schwarzen Montag an den Aktienmärkten ist umso beachtlicher, wie stark sich die Aktie von Rheinmetall davon wieder erholt hat, nachdem es auch hier deutlich abwärts ging.

150908 Rheinmetall

Mitte letzter Woche erfolgte ein  neuer Angriff auf das Jahreshoch, welcher jedoch bei 56,88 Euro gestoppt wurde. Dennoch zeigt sich die Aktie weiterhin deutlich robust auf einem guten Niveau.

 

Gute Aussichten für Rheinmetall

Die neuen Großaufträge wurden ebenso positiv vom Markt aufgenommen, auch heute liegt die Aktie des Konzerns im Plus. Neben den Effekten aus dem Sparprogramm kommt Rheinmetall jedoch auch zugute, dass weltweit der Ton wieder rauer wird und entsprechende Konflikte zunehmen.

Das veranlasst viele Regierungen wieder dazu, von dem Vorsatz der Abrüstung wieder Abstand zu nehmen und sich gegen mögliche Bedrohungen zu wappnen. Was an sich Sorgen um die Wahrung des Weltfriedens aufkommen lässt, könnte sich jedoch als Wachstumstreiber für Rheinmetall zeigen, die von den zunehmenden Rüstungs-Deals profitieren.

%d Bloggern gefällt das: