Ribbon Communications Aktie: Schwacher Ausblick belastet
Der Netzwerkspezialist meldet einen starken Quartalsgewinn, doch Umsatzrückgang und vorsichtige Prognose für 2026 führen zu Kursabschlägen.

- Starker Quartalsgewinn übertrifft Analystenschätzungen
- Umsatzentwicklung im vierten Quartal enttäuscht
- Vorsichtige Prognose für das erste Halbjahr 2026
- Abgeschlossene Umstrukturierung soll Kosten senken
Ribbon Communications hat am Donnerstagabend Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vorgelegt, die ein zwiespältiges Bild zeichnen. Während der Gewinn pro Aktie die Erwartungen deutlich übertraf, enttäuschte die Umsatzentwicklung im Schlussquartal. Vor allem der verhaltene Ausblick auf das neue Geschäftsjahr sorgte für Verkäufe.
- Q4-Gewinn pro Aktie: 0,59 USD (über den Schätzungen)
- Q4-Umsatz: 227 Mio. USD (-10 % im Vergleich zum Vorjahr)
- Jahresumsatz 2025: 845 Mio. USD (+1 % im Vergleich zu 2024)
- Prognose 2026: Umsatz zwischen 840 und 875 Mio. USD erwartet
Gewinnplus trifft auf Umsatzrückgang
Im vierten Quartal 2025 konnte Ribbon Communications beim bereinigten Gewinn pro Aktie mit 0,59 USD positiv überraschen und die Analystenprognosen hinter sich lassen. Auf der Umsatzseite zeigte sich jedoch eine deutliche Abschwächung: Mit 227 Millionen USD lagen die Erlöse zehn Prozent unter dem Vorjahreswert. Das Gesamtjahr 2025 rettete sich mit einem minimalen Plus von einem Prozent auf einen Gesamtumsatz von 845 Millionen USD.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Ribbon Communications?
Warum reagierten die Anleger trotz der Gewinnüberraschung mit deutlichen Kursabschlägen? Der Hauptgrund liegt in der vorsichtigen Prognose für die kommenden Monate. Das Management rechnet mit einem ungewöhnlich langsamen Start in das Jahr 2026. Für das erste Quartal wird lediglich ein Umsatz zwischen 160 und 170 Millionen USD erwartet. Beim bereinigten EBITDA könnte im schlimmsten Fall sogar ein operativer Verlust von 3 Millionen USD anfallen.
Herausforderungen bei Großkunden und staatlichen Förderungen
Mehrere Faktoren bremsen derzeit die Wachstumsdynamik. Das Management verwies auf verschobene Investitionsprioritäten großer US-Dienstleister sowie Unsicherheiten bei den Investitionsausgaben indischer Provider. Zudem verzögert sich das Timing von US-Bundesausschreibungen und Förderprogrammen.
Um auf diese Marktdynamik zu reagieren, hat Ribbon Communications eine Umstrukturierung abgeschlossen. Diese soll die jährlichen Kosten um mehr als 10 Millionen USD senken und die operative Effizienz steigern. Technologisch bleibt das Unternehmen hingegen konkurrenzfähig: Erst im November demonstrierte ein erfolgreicher Feldtest auf dem transpazifischen JUNO-Unterseekabel eine Übertragungsrate von 20 Terabit pro Sekunde über eine Distanz von 10.000 Kilometern.
Die Märkte gewichten die kurzfristigen Unsicherheiten bei den Kundenausgaben derzeit jedoch schwerer als technologische Meilensteine oder das abgeschlossene Sparprogramm. Für den weiteren Kursverlauf wird entscheidend sein, ob die eingeleiteten Kostensenkungen die schwächere Umsatzphase im ersten Halbjahr 2026 ausreichend abfedern können.
Ribbon Communications-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Ribbon Communications-Analyse vom 7. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Ribbon Communications-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Ribbon Communications-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 7. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Ribbon Communications: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




