Richemont Aktie: Rupert-Sohn rückt in Führungsgremium auf
Anton Rupert übernimmt bei Richemont sofort eine Vizepräsidentenrolle im Verwaltungsrat und teilt sich die Aufgaben mit Bram Schot.

- Anton Rupert wird Co-Vizepräsident
- Bram Schot verantwortet Governance-Themen
- Neue Zuständigkeit für Produktkommunikation
- Ernennung unterstützt langfristige Nachfolgeplanung
Richemont ordnet die Spitze seines Verwaltungsrats neu — und bleibt dabei tief in der Familie verwurzelt. Der Luxuskonzern hat Anton Rupert zum Non-executive Co-Vizepräsidenten des Board berufen, mit sofortiger Wirkung. Er wird das Amt gemeinsam mit Bram Schot ausüben, der bereits seit 2024 als Vizepräsident fungiert.
Die Ernennung fiel im Rahmen einer Board-Sitzung am 8. September. Konzernchairman Johann Rupert bezeichnete den Schritt als wichtigen Baustein der langfristigen Nachfolgeplanung des Unternehmens.
Klare Aufgabenteilung zwischen den beiden Vizepräsidenten
Die beiden Co-Vizepräsidenten übernehmen unterschiedliche Verantwortungsbereiche. Anton Rupert wird künftig das Strategic Product and Communications Committee begleiten — jenes Gremium, das über Produkt- und Kommunikationsrichtung der Maisons wacht. Bram Schot kümmert sich dagegen um Governance-Themen und koordiniert die Arbeit der Board-Ausschüsse.
Diese Aufteilung soll sicherstellen, dass sowohl die kreative Ausrichtung der Marken als auch die Unternehmensführung selbst auf oberster Ebene dediziert betreut werden. Zum Konzern gehören namhafte Häuser wie Cartier, Van Cleef & Arpels, Jaeger-LeCoultre und Montblanc — die Bandbreite reicht von Schmuck über Uhren bis zu Mode und Accessoires.
Die Personalie fällt zudem mit einem organisatorischen Fixpunkt zusammen: Am selben Tag findet in der Schweiz die Hauptversammlung von Richemont statt, bei der Aktionäre traditionell über Board-Besetzungen und Strategiefragen informiert werden. Die enge zeitliche Nähe zwischen Ad-hoc-Meldung und Hauptversammlung unterstreicht, wie sehr Richemont Kontinuität und Familienbindung als Markenkern seiner Führungskultur versteht.
Für die kommenden Monate dürfte sich zeigen, wie sich die neue Doppelspitze in der Praxis auf die Produktstrategie der Maisons auswirkt — insbesondere mit Blick auf die für Herbst und Winter geplanten Kollektionen der Schmuck- und Uhrenmarken.
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