Rigetti Aktie: 100 Millionen aus CHIPS Act

Rigetti Computing erhält bis zu 100 Millionen Dollar aus dem CHIPS Act, die US-Regierung erhält dafür vergünstigte Anteile. Analysten sehen Chancen und Risiken.

Die Kernpunkte:
  • Staatliche Förderung in Millionenhöhe
  • US-Regierung erhält vergünstigte Anteile
  • Aktienvolumen steigt um 57 Prozent
  • Umsatzwachstum bei hohen operativen Kosten

Rigetti Computing erhält bis zu 100 Millionen US-Dollar aus dem CHIPS Act. Das klingt nach einem klaren Vorteil für das Quantencomputing-Unternehmen – doch der Teufel steckt im Kleingedruckten. Denn die US-Regierung bekommt dafür Anteile am Unternehmen. Und zwar vergünstigt.

Staatliche Förderung mit doppeltem Boden

Der Letter of Intent zwischen Rigetti und dem US-Handelsministerium ist der zentrale Kurstreiber der Woche. Die Förderung fließt über drei Jahre und ist Teil eines 2,013 Milliarden Dollar schweren Gesamtpakets für neun Unternehmen der Quantenbranche. Das Geld soll in die Miniaturisierung und Kryostat-Technologie von Rigetti fließen.

Der Haken an der Sache: Die US-Regierung erhält nicht verwässernde Minderheitsbeteiligungen an den geförderten Firmen. Analysten sehen darin ein zweischneidiges Schwert – einerseits eine operative Startbahn für Forschung und Entwicklung, andererseits potenzielle Verwässerung für bestehende Aktionäre, da die Anteile zu einem Abschlag zum Marktpreis ausgegeben werden.

Volatiler Handel auf hohem Niveau

Die Anleger griffen trotzdem beherzt zu. Am 22. Mai wechselten 48,6 Millionen Aktien den Besitzer – ein Plus von rund 57 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag. Der Schlusskurs am Freitag lag bei 22,84 Euro. Damit notiert die Aktie rund 57 Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 14,58 Euro und immerhin 13 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt. Die Marktkapitalisierung beträgt umgerechnet rund 8,78 Milliarden Dollar.

Rigetti bleibt allerdings ein High-Risk-Papier. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei über 140 Prozent. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 48,36 Euro beträgt mehr als 50 Prozent.

Moderate Analystenzustimmung

Die jüngsten Quartalszahlen untermauern die Wachstumsstory zumindest auf der Umsatzseite. Im ersten Quartal 2026 erzielte Rigetti einen Umsatz von 4,4 Millionen Dollar – ein Plus von knapp 200 Prozent zum Vorjahr. Die operativen Kosten liegen jedoch bei jährlich über 80 Millionen Dollar. Die operative Realität bleibt defizitär, das Unternehmen ist auf die staatliche Förderung und weitere Kapitalmaßnahmen angewiesen.

13 Analysten bewerten die Aktie mit einem durchschnittlichen 12-Monats-Kursziel von umgerechnet etwa 29 Euro. Das „Moderate Buy“-Rating spiegelt die Ambivalenz der Lage: Die Technologie gilt als zukunftsträchtig, die Bilanz als angespannt. Institutionelle Investoren wie die Banque Cantonale Vaudoise haben zuletzt ihre Positionen aufgestockt.

CEO Dr. Subodh Kulkarni will die Förderung nutzen, um die firmeneigene Chiplet-Architektur weiterzuentwickeln – darunter das im Frühjahr eingeführte 108-Qubit-System „Cepheus“. Ob Rigetti die technologischen Meilensteine vorweisen kann, ohne dass neue Kapitalrunden die Aktionäre weiter verwässern, dürfte der entscheidende Prüfstein bleiben.

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