Rigetti Aktie: 100 Millionen Dollar CHIPS-Act-Mittel gesichert

Rigetti profitiert von einem neuen Quantenalgorithmus und US-Fördermitteln, während der Umsatz im zweiten Quartal 2026 auf 5,14 Millionen Dollar stieg.

Die Kernpunkte:
  • Aktie gewinnt 7,5 Prozent
  • Neues Verfahren reduziert Qubit-Bedarf
  • 100 Millionen Dollar CHIPS-Act-Förderung
  • Zweiter Quartalsumsatz erreicht 5,14 Millionen Dollar

Mit einem deutlichen Kursplus meldet sich Rigetti an den Märkten zurück. Die Aktie des Quantencomputing-Spezialisten legt heute um 7,5 Prozent auf 13,86 Euro zu. Neben einem freundlichen Branchenumfeld stützen jüngste Fortschritte in der Forschung sowie die vertraglich fixierte Regierungsförderung das Sentiment.

Neuer Algorithmus schont Qubit-Ressourcen

Wissenschaftlich setzte das Unternehmen zuletzt am Montag ein Ausrufezeichen. Forscher von Rigetti stellten in der Fachzeitschrift Physical Review Applied einen neu entwickelten Quantenoptimierungs-Algorithmus vor.

Der methodische Ansatz zielt auf eine fundamentale Hürde der Technologie ab. Das Verfahren benötigt für Berechnungen weniger physische Qubits als herkömmliche Rechenvariablen. Damit demonstriert das Entwicklerteam Wege, um komplexe Optimierungsaufgaben mit der heute verfügbaren, begrenzten Hardware-Kapazität anzugehen.

CHIPS-Act-Mittel für drei Kernprojekte

Rückenwind erhält die technologische Entwicklung durch eine substanzielle Finanzspritze aus Washington. Die Unternehmenstochter Rigetti & Co, LLC schloss am 8. September eine endgültige Vereinbarung mit dem US-Handelsministerium ab. Der Vertrag umfasst Fördermittel in Höhe von 100 Millionen US-Dollar im Rahmen des CHIPS Act.

Die Gelder fließen gezielt in drei Forschungs- und Entwicklungsprojekte zur Skalierung supraleitender Systeme. Im Fokus steht die Miniaturisierung der Ausleseelektronik in einem kompakten Paket. Zudem entwickelt das Unternehmen eine neue Kryostaten-Architektur für höhere Kühlkapazitäten sowie Fertigungsverfahren für dicht vernetzte Chipstrukturen.

Im Gegenzug für die finanzielle Unterstützung erhält das Ministerium eine nicht-beherrschende Minderheitsbeteiligung an dem Unternehmen. Der Bund sichert sich damit direkten Zugang zu Schlüsseltechnologien, ohne in das operative Tagesgeschäft einzugreifen.

Wachsender Umsatz bei anhaltend hohem Verlust

Die staatlichen Zuschüsse treffen auf ein Geschäftsmodell, das sich in einer kapitalintensiven Ausbauphase befindet. Im zweiten Quartal 2026 erzielte Rigetti einen Umsatz von 5,14 Millionen US-Dollar.

Die Zahlen verdeutlichen den unverändert hohen Mittelbedarf für die technische Weiterentwicklung.

In den Führungsetagen griffen derweil automatisierte Handelspläne. CEO Subodh Kulkarni übte am 9. September im Rahmen eines vorab festgelegten Plans 150.000 Optionen aus und veräußerte 120.000 Aktien für rund 1,9 Millionen US-Dollar. Seine direkte Beteiligung wuchs dadurch per Saldo an. Bereits am 3. September trennte sich CFO Jeffrey Bertelsen planmäßig über ein entsprechendes Programm von 25.000 Anteilen.

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