Rigetti Aktie: 8,4-Millionen-Auftrag aus Indien
Rigetti steigert Quartalsumsatz auf 4,4 Mio. Dollar, operativer Verlust wächst jedoch auf 26 Mio. Dollar. Neues 108-Qubit-System und Auslandsaufträge treiben die Expansion.

- Umsatz verdreifacht auf 4,4 Millionen Dollar
- Operativer Verlust steigt auf 26 Millionen Dollar
- 108-Qubit-System Cepheus-1 verfügbar
- Auslandsaufträge aus Indien und Großbritannien
Rigetti Computing liefert im ersten Quartal mehr Umsatz, verkauft besser und kommt bei der Vermarktung seiner Quantenhardware sichtbar voran. Der Haken bleibt derselbe: Das Geschäft wächst, aber die Verluste wachsen noch mit.
Für Anleger ist das ein typisches Bild dieser Branche. Die Fantasie sitzt in den Aufträgen, den Partnerschaften und der technischen Reichweite. Die Bilanz zeigt aber weiter, wie teuer der Weg zur breiten Kommerzialisierung ist.
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Umsatz zieht deutlich an
Der Umsatz stieg im ersten Quartal auf 4,4 Millionen Dollar. Das liegt fast dreimal so hoch wie ein Jahr zuvor und auch über der Analystenschätzung von 4,13 Millionen Dollar. Getragen wurde das Plus vor allem von Hardware-Verkäufen und einer stärkeren Nutzung der Quantum Cloud Services.
Der operative Verlust weitete sich dennoch auf 26 Millionen Dollar aus, nach 22 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Dahinter standen vor allem hohe Forschungs- und Entwicklungskosten, die im Quartal fast 20 Millionen Dollar ausmachten. Der bereinigte Verlust je Aktie lag bei 0,04 Dollar und damit im Rahmen der Erwartungen.
Hardware kommt in den Markt
Wichtiger als die reine Umsatzzahl ist der nächste Schritt bei der Produktvermarktung. Das 108-Qubit-System Cepheus-1-108Q ist nun für Kunden und Partner verfügbar, sowohl über Rigettis eigene Cloud-Plattform als auch über Amazon Braket und Microsoft Azure Quantum.
Das System erreicht laut Management eine mittlere Zwei-Qubit-Gate-Fidelity von 99,8 Prozent. Genau darauf setzt Rigetti mit seiner Strategie des „fidelity-driven scaling“: nicht nur mehr Qubits, sondern bessere und verlässlichere Qubits. Für Unternehmenskunden und staatliche Käufer zählt am Ende weniger die Zahl auf dem Datenblatt als die praktische Nutzbarkeit.
Auslandsgeschäft gewinnt an Gewicht
Parallel dazu baut Rigetti das Auslandsgeschäft aus. Aus Indien kam ein Auftrag über 8,4 Millionen Dollar vom Centre for Development of Advanced Computing für einen 108-Qubit-Computer. Das ist ein wichtiger Einstieg in einen Markt, der sich erst entwickelt, aber strategisch an Bedeutung gewinnt.
Im Vereinigten Königreich hat das Unternehmen außerdem einen Investitionsplan über 100 Millionen Dollar angekündigt. Damit soll die Quantenentwicklung vor Ort beschleunigt werden. Geplant ist dort innerhalb der nächsten drei bis vier Jahre auch ein System mit mehr als 1.000 Qubits.
Die Aktie reagiert auf diese Mischung aus Fortschritt und weiter hohen Risiken mit spürbarer Bewegung. Am Dienstag notierte sie bei 18,70 Euro, nach 17,45 Euro am Vortag. Auf Sicht von sieben Tagen liegt sie rund 19,8 Prozent im Plus, bleibt seit Jahresbeginn aber noch im Minus.
Rigetti beendet das Quartal mit rund 569 Millionen Dollar an Bargeld, liquiden Mitteln und wertpapierähnlichen Anlagen. Das gibt Spielraum für weitere Investitionen in die geplante Lyra-Architektur mit 336 Qubits. Am Markt dürfte jetzt vor allem zählen, ob aus den neuen Hardware-Zugängen und Auslandskontakten in den kommenden Quartalen ein belastbarerer Auftragseingang wird.
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