Rigetti Aktie: 9-Prozent-Sturz nach Rivas-Verkauf
Der Verkauf von 500.000 Aktien durch den Technikchef drückt den Kurs von Rigetti Computing um über neun Prozent.

- Technikchef verkauft Aktienpaket
- Kurs stürzt um neun Prozent ab
- Umsatz übertrifft Markterwartungen
- Quanten-Fehlerrate als Schlüsselziel
Rigetti Computing steht unter Druck. Ohne neue Hiobsbotschaften aus dem operativen Geschäft verlor das Papier am Dienstag über neun Prozent an Wert. Marktbeobachter sehen einen klaren Grund für die plötzliche Nervosität der Anleger.
Millionen-Verkauf in der Chefetage
David Rivas, der technische Leiter des Unternehmens, hat sich von einem großen Aktienpaket getrennt. Er verkaufte Ende Mai knapp 500.000 Anteile. Der Erlös beläuft sich auf rund 12,7 Millionen US-Dollar. Zwar hält Rivas weiterhin eine sechsstellige Anzahl an Aktien, dennoch wirkt der Schritt verunsichernd. Bei spekulativen Tech-Werten werten Trader solche Insider-Verkäufe oft als Warnsignal.
Stimmungswandel am Markt
Der Kursverlauf am Dienstag verdeutlicht die aktuelle Skepsis. Die Aktie startete bei 21,68 US-Dollar und kletterte kurzzeitig über 22,60 US-Dollar. Danach setzten massive Verkäufe ein. Am Ende des Handelstages notierte das Papier bei 19,46 US-Dollar. Das Handelsmuster hat sich gedreht: Anleger nutzen Kursspitzen nun konsequent zum Ausstieg.
Starke Bilanz trifft auf hohe Erwartungen
Rein fundamental sieht die Lage weniger dramatisch aus. Im ersten Quartal des laufenden Jahres erwirtschaftete Rigetti einen Umsatz von 4,4 Millionen US-Dollar. Damit übertraf das Unternehmen die Erwartungen des Marktes leicht. Der Konzern verfügt über liquide Mittel in Höhe von 418 Millionen US-Dollar. Diese Cash-Reserve sichert die Forschung und Entwicklung für die kommenden Jahre ab.
Technologische Meilensteine im Blick
Das Management will die Fehlerrate der Systeme massiv senken. Eine Wiedergabetreue von 99,5 Prozent ist das erklärte Ziel für 2026. Parallel dazu ist das 108-Qubit-System bereits über große Cloud-Anbieter verfügbar. Analysten von Bernstein halten die langfristigen Marktchancen für Quanten-Infrastruktur weiterhin für unterschätzt.
Der Fokus liegt nun auf der Erreichung der technischen Ziele. Ein Erfolg bei der Fehlerrate im Laufe des Jahres 2026 dürfte die Basis für eine nachhaltige Erholung bilden.
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