Rigetti Aktie: Bewertung im Fokus
Die Rigetti-Aktie zeigt eine extreme Diskrepanz zwischen Milliardenbewertung und rückläufigen Umsätzen, was zu hoher Volatilität führt. Ein spezieller Short-ETF erhöht den Druck auf den Kurs.

- Aktie 2025 stark gestiegen, aber weit vom Rekord entfernt
- Kurs-Umsatz-Verhältnis von über 900 extrem hoch
- Neuer gehebelter Short-ETF verstärkt Schwankungen
- Technisch sensible Lage um 22-Dollar-Marke
Rigetti beendet ein turbulentes Börsenjahr mit einem auffällig hohen Bewertungsniveau. Nach einem starken Anstieg 2025 steht der Titel nun deutlich unter seinem Rekordhoch, während die fundamentalen Kennzahlen schwach bleiben. Im Zentrum steht damit die Frage, ob die aktuelle Marktbewertung mit den realen Geschäftszahlen noch vereinbar ist.
Ein extremes Jahr 2025
Auf Jahressicht legte die Aktie 2025 um rund 46 % zu und ließ damit den breiten Markt deutlich hinter sich. Dieser positive Endstand verdeckt allerdings eine enorme Schwankungsbreite.
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Im Oktober 2025 erreichte der Kurs ein Rekordniveau von 58,15 US‑Dollar, getrieben von hoher Spekulation rund um das Thema Quantencomputing. Anschließend kam es jedoch zu einer scharfen Korrektur von über 60 % bis auf das aktuelle Kursniveau. Damit liegt die Aktie inzwischen mehr als 50 % unter ihrem 52‑Wochen-Hoch von 48,36 US‑Dollar, obwohl sie auf Sicht von 30 Tagen wieder leicht im Plus ist.
Bewertung ohne Fundament
Besonders kritisch wird die Diskrepanz zwischen Börsenwert und Umsatzentwicklung gesehen. Die Marktkapitalisierung beläuft sich laut Bericht auf rund 7,3 Milliarden US‑Dollar, während das Unternehmen im dritten Quartal 2025 lediglich 1,95 Millionen US‑Dollar Umsatz erzielte – ein Rückgang von über 18 % gegenüber dem Vorjahr.
Daraus ergibt sich ein Kurs-Umsatz-Verhältnis (Price-to-Sales, P/S) von über 900. Selbst für ein spekulatives Zukunftssegment wie Quantencomputing ist das ein extrem hoher Wert. Die Kombination aus rückläufigen Erlösen und Milliardenbewertung legt nahe, dass die Kursbildung derzeit fast ausschließlich von Erwartungen und Momentum bestimmt wird, nicht von den aktuellen Geschäftszahlen.
Short-Produkte erhöhen den Druck
Zusätzliche Dynamik kommt von neu aufgelegten Finanzinstrumenten. Im Oktober 2025 wurde der Defiance RGTZ ETF gestartet, ein zweifach gehebeltes Short-Produkt, das gezielt auf fallende Kurse der Rigetti-Aktie setzt.
Die Existenz eines solchen Produkts zeigt, dass professionelle Marktteilnehmer aktiv auf mögliche Rückschläge spekulieren oder sich gegen starke Rückgänge absichern. In der Praxis verstärkt dies die Schwankungsanfälligkeit: Gewinnmitnahmen früher Investoren treffen auf verstärkte Short-Positionen und können so rasch größere Bewegungen auslösen.
Technische Lage und zentrale Risiken
Charttechnisch befindet sich die Aktie in einer sensiblen Phase. Marktberichte betonen die Unterstützungszone um 22 US‑Dollar, die zum Jahresende mehrfach getestet wurde. Der aktuelle Kurs von 22,15 US‑Dollar liegt knapp darunter dem 50‑Tage-Durchschnitt, die 30-Tage-Volatilität ist mit rund 94 % ausgesprochen hoch, während der RSI mit etwa 51 ein neutrales Bild zeigt.
Kurzfristig geht es vor allem um Stabilität in dieser Region. Ein Rutsch klar unter die genannte Unterstützungszone könnte den Verkaufsdruck erneut deutlich erhöhen, zumal die Schwankungen im vierten Quartal bereits erheblich waren. Auf der anderen Seite wäre eine nachhaltige Stabilisierung oberhalb dieser Marke Voraussetzung, um die derzeitige Milliardenbewertung im Markt zumindest technisch zu untermauern.
Am Ende bleibt als Kernrisiko die große Lücke zwischen bescheidenen Umsätzen und hohem Börsenwert: Solange Rigetti keine klaren Fortschritte bei Wachstum und Erlösen vorlegt, dürfte die Aktie stark anfällig für Stimmungsumschwünge und abrupte Kursbewegungen bleiben.
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