Rio Tinto Aktie: 80 Prozent Plus in zwölf Monaten
Sinkende Ölpreise nach US-Iran-Einigung treiben Rohstoffaktien. Rio Tinto überzeugt mit starken Produktionszahlen und neuen Lithiumprojekten.

- Ölpreisverfall beflügelt Minenwerte
- Kupferproduktion steigt um neun Prozent
- Eisenerzförderung legt deutlich zu
- Lithiumprojekte kurz vor Produktionsstart
Ein diplomatischer Durchbruch beflügelt die Rohstoffmärkte. Die Nachricht über eine Einigung zwischen den USA und Iran hat die Ölpreise einbrechen lassen – Rohöl der Sorte Brent fiel um rund fünf Prozent auf etwa 82 Dollar je Barrel. Für Minenkonzerne wie Rio Tinto ist das ein positives Signal. Sinkende Energiekosten dämpfen den Inflationdruck und verbessern die Aussichten für den globalen Handel. Kein Wunder, dass Anleger verstärkt auf Rohstoffwerte setzen.
Produktionszahlen bestätigen den Aufwärtstrend
Doch Rio Tinto profitiert nicht nur vom Stimmungswechsel an den Märkten. Auch operativ liefert der Konzern solide Zahlen. Im ersten Quartal 2026 stieg die Kupferproduktion um neun Prozent – angetrieben vom Ausbau des Oyu-Tolgoi-Projekts in der Mongolei. Die Eisenerzförderung in der Region Pilbara legte sogar um 13 Prozent zu. Das gelang trotz wetterbedingter Unterbrechungen durch Zyklone.
Die Aktie notiert aktuell bei gut 91 Euro. Das entspricht einem Plus von rund 32 Prozent seit Jahresbeginn. Auf zwölf Monate gerechnet beträgt das Plus sogar knapp 80 Prozent.
Bell Potter zeigt sich optimistisch und verweist auf einen beginnenden Rohstoff-Superzyklus. Die treibenden Kräfte: Milliardeninvestitionen in Künstliche Intelligenz, Elektrifizierung und die globale Neuordnung der Lieferketten. Rio Tinto gilt dabei als erste Wahl für Kupfer und Aluminium.
Neue Standbeine in der Energiewende
Hinzu kommt der Einstieg in Zukunftsmärkte. Die Lithiumprojekte Fenix 1B und Sal de Vida sind technisch abgeschlossen. Die Produktion soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 anlaufen. Parallel dazu spart der Konzern durch Effizienzprogramme rund 650 Millionen Dollar jährlich.
Anleger blicken nun auf die nächsten Termine: Im Juli folgt ein operatives Update, später im Monat die Halbjahreszahlen. Dann zeigt sich, ob Rio Tinto die Margenziele erreicht – und ob der Kurs seine starke Performance bestätigen kann.
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