Rio Tinto Aktie: Dividendenpolitik diskutiert
Der Bergbaukonzern Rio Tinto erreicht ein neues Jahreshoch, doch Investmentbanken wie Barclays und Goldman Sachs senken ihre Kursziele aufgrund von Kostensteigerungen und einem schwächelnden Eisenerzgeschäft.

- Aktie erreicht neues 52-Wochen-Hoch
- Barclays und Goldman Sachs senken Kursziele
- Kupfergeschäft wächst, Eisenerz schwächelt
- Dividendenrendite liegt bei soliden 5,14 Prozent
Die Aktie des britisch-australischen Bergbauriesen Rio Tinto kletterte am 25. Februar auf ein neues 52-Wochen-Hoch von 100,98 US-Dollar – ein beachtliches Plus von 67,6 Prozent innerhalb eines Jahres. Doch während der Kurs neue Höhen erklimmt, senken namhafte Investmentbanken ihre Einschätzungen. Was steckt hinter dieser Diskrepanz zwischen Markteuphorie und Analystenvorbehalten?
Kursziele unter Druck
Barclays stufte Rio Tinto am 24. Februar von „Übergewichten“ auf „Gleichgewichten“ herab und reduzierte das Kursziel für die in London gelisteten Aktien von 6.885 auf 6.600 Pence. Goldman Sachs zog bereits zuvor nach: Von „Kaufen“ auf „Neutral“, Kursziel von 79,00 auf 74,00 Pfund. Die Begründung in beiden Fällen: anhaltende Kostensteigerungen, die auf die Margen drücken.
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Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei rund 164,7 Milliarden US-Dollar. Die Dividendenrendite beträgt 5,14 Prozent – ein solider Wert, der die Attraktivität für Einkommensinvestoren unterstreicht.
Kupfer wächst, Eisenerz schwächelt
Die am 19. Februar vorgelegten Jahreszahlen 2025 zeigen ein gespaltenes Bild. Das bereinigte EBITDA stieg um 9 Prozent auf 25,4 Milliarden US-Dollar. Treiber war die Kupfersparte: Die Produktion legte um 11 Prozent zu, vor allem dank der Hochlaufphase der Oyu-Tolgoi-Untertageminen in der Mongolei. Der bereinigte Gewinn im Kupfersegment mehr als verdoppelte sich auf 7,4 Milliarden US-Dollar und macht inzwischen knapp 30 Prozent des Konzerngewinns aus.
Das traditionell dominante Eisenerzgeschäft hingegen schwächelte. Die schwache Stahlnachfrage in China drückte den Nettogewinn des Gesamtkonzerns um 14 Prozent auf 10,0 Milliarden US-Dollar. Die Eisenerzprofite – etwa 60 Prozent der Konzerngewinne – sanken um 7,6 Prozent. Die Verschiffungen aus den Pilbara-Minen in Westaustralien gingen um 1 Prozent zurück, die realisierten Preise fielen im Jahresvergleich um 8 Prozent.
Trotz dieser Herausforderungen hielt Rio Tinto an einer Ausschüttungsquote von 60 Prozent fest und bestätigte eine ordentliche Dividende von 6,5 Milliarden US-Dollar.
Strategische Weichenstellung
Die Verschiebung der Gewinnquellen von Eisenerz zu Kupfer ist strategisch gewollt. Kupfer gilt als Zukunftsmetall für Elektrifizierung und erneuerbare Energien. Mit Oyu Tolgoi baut Rio Tinto seine Position gezielt aus. Die Frage bleibt, ob dieser Schwenk die strukturellen Belastungen im Eisenerzgeschäft mittelfristig kompensieren kann – und ob die steigenden Kosten die Margen weiter unter Druck setzen. Die Analystenskepsis deutet darauf hin, dass hier noch nicht alle Zweifel ausgeräumt sind.
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