Rio Tinto Aktie: Grünes Licht für 144 Millionen Dollar

Rio Tinto finanziert Studien und technische Vorarbeiten in Arizona; weitere Genehmigungen und Untersuchungen bleiben für die Entwicklung erforderlich.

Die Kernpunkte:
  • Programmvolumen von 144 Millionen US-Dollar
  • Rio Tinto übernimmt 79 Millionen US-Dollar
  • Rund 50 zusätzliche Stellen vorgesehen
  • Minenstart Mitte der 2030er-Jahre angestrebt

Rio Tinto treibt das Kupferprojekt Resolution in Arizona mit weiteren Studien und technischen Vorbereitungen voran. Das gestern genehmigte Entwicklungsprogramm umfasst 144 Mio. US-Dollar. Davon trägt der Konzern 79 Mio. US-Dollar. Für Anleger liegt die Bedeutung im langfristigen Förderpotenzial: Dessen Erschließung hängt allerdings von weiteren Genehmigungen und technischen Untersuchungen ab.

Studien und Ausrüstung im Mittelpunkt

Die Mittel fließen nach Angaben von Rio Tinto in Machbarkeitsstudien, Explorationsbohrungen und die technische Planung. Dazu gehören Materialtransportanlagen für beide Schächte und die Wasseraufbereitung. Außerdem sind Untertage- und Elektroausrüstung vorgesehen. Mit dem Programm sollen rund 50 zusätzliche Stellen entstehen.

Diese Arbeiten sollen die technischen Grundlagen für die weitere Entwicklung schaffen. Bloomberg berichtet, das Projekt bewege sich auf wichtige Genehmigungen und eine künftige Investitionsentscheidung zu. Damit stehen zunächst die Voraussetzungen für den späteren Minenbau im Vordergrund.

Das neue Programm kommt zu rund 500 Mio. US-Dollar an vorläufigen Ausgaben hinzu, die im März angekündigt wurden. An Resolution Copper hält Rio Tinto 55 %, der Partner BHP besitzt 45 %.

Die Beteiligungsstruktur verteilt den Finanzierungsbedarf auf beide Unternehmen. Rio Tinto trägt als Mehrheitspartner zugleich den größeren Anteil des jetzt genehmigten Programms. Für die weitere Entwicklung bleiben technische Planung und Genehmigungen die entscheidenden nächsten Schritte.

Großes Potenzial mit langem Vorlauf

Laut Rio Tinto könnte Resolution über Jahrzehnte bis zu 25 % des US-Kupferbedarfs decken. Der mögliche jährliche Beitrag zur Wirtschaft Arizonas wird mit rund 1 Mrd. US-Dollar beziffert. Diese Größenordnung beschreibt das Potenzial eines späteren Betriebs und bleibt an die erfolgreiche Entwicklung gebunden.

Medienberichten zufolge strebt Rio Tinto eine Mineneröffnung Mitte der 2030er-Jahre an, vorbehaltlich weiterer Studien und Genehmigungen. Für Anleger ist Resolution damit ein langfristiges Entwicklungsprojekt. Seine Bedeutung für das künftige Kupferangebot wächst, sofern die technischen Arbeiten und das Genehmigungsverfahren Fortschritte machen.

Konflikt um Oak Flat bleibt relevant

Der Landtausch für das Projekt wurde im März abgeschlossen. Indigene Gruppen lehnen das Vorhaben wegen möglicher Auswirkungen auf das heilige Oak Flat ab. Dieser Konflikt begleitet die weitere Entwicklung neben den technischen Anforderungen.

Für Rio Tinto spricht das erhebliche Versorgungspotenzial, sofern sich Resolution genehmigen und technisch umsetzen lässt. Dem stehen der lange Vorlauf und die fortbestehenden Einwände gegen das Projekt gegenüber. Entscheidend für Anleger sind deshalb die Ergebnisse der Machbarkeitsarbeiten und Fortschritte bei den noch ausstehenden Genehmigungen.

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