Rio Tinto Aktie: KI-Assistent ersetzt Metpro-Wissen
Der Bergbaukonzern digitalisiert seine Aluminiumsparte mit KI und treibt parallel den Ausbau von Batteriemetallen voran.

- KI-Assistent optimiert Steuerung alter Anlagen
- Wissen aus 30 Jahren wird digital gesichert
- Fokusverlagerung hin zu Batteriemetallen
- EBITDA-Ziel: 50 Prozent Steigerung bis 2030
Rio Tinto geht in die digitale Offensive, um das Erbe seiner jahrzehntealten Aluminiumsparte zu sichern. Ein spezialisierter KI-Assistent soll künftig die Steuerung der komplexen Anlagen in Australien und Neuseeland übernehmen. Die Software „Metpro“ steuert dort bereits seit 30 Jahren die gesamte Produktion. Das Wissen wird nun gesichert.
Modernisierung der Legacy-Systeme
Technisch basiert die neue Lösung auf Amazon Bedrock und nutzt das Sprachmodell Llama 3.1 8B. Der Assistent wurde mit dem Quellcode des Altsystems sowie spezifischen Betriebsdaten trainiert. Er macht fragmentierte Informationen aus tausenden Dokumenten zentral verfügbar.
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Ingenieure müssen technische Logik dadurch nicht mehr über Tage hinweg mühsam rekonstruieren. Die KI soll diesen Prozess auf wenige Minuten verkürzen. Parallel dazu sinkt das Risiko bei notwendigen Modernisierungen, da die Abhängigkeiten innerhalb der Software nun transparent abgebildet werden. Außerdem erleichtert die neue Übersicht die Einarbeitung technischer Mitarbeiter an den Standorten.
Strategischer Schwenk zu Batteriemetallen
Während Rio Tinto seine Bestandsanlagen digitalisiert, verlagert sich der strategische Fokus zunehmend auf Batteriemetalle. In Quebec treibt das Unternehmen das Nemaska-Lithiumprojekt voran. Diese Diversifizierung dient als Puffer gegen die schwankende Nachfrage aus China, die traditionell das Eisenerzgeschäft bestimmt.
Für die Pilbara-Region erwartet der Konzern 2026 eine Eisenerzförderung zwischen 323 und 338 Millionen Tonnen. Diese Mengen bilden weiterhin das Rückgrat des Cashflows, während der Konzern den Umbau des Portfolios vorantreibt.
Produktion und Finanzziele
Die Aluminiumproduktion soll im gleichen Zeitraum bis zu 3,45 Millionen Tonnen erreichen. Beim Kupfer liegt das Ziel zwischen 800.000 und 870.000 Tonnen. Rio Tinto hält an seinem Ziel fest, 60 Prozent der bereinigten Gewinne als Dividende auszuschütten.
Die Aktie notiert aktuell bei 91,53 Euro. Trotz eines Rücksetzers von rund 13 Prozent im vergangenen Monat weist das Papier seit Jahresbeginn ein Plus von über 32 Prozent auf. Die technologische Aufrüstung der Bestandsanlagen bildet dabei das Fundament für die angestrebte Effizienzsteigerung.
Bis 2030 will das Management das EBITDA um bis zu 50 Prozent steigern. Ein wesentlicher Treiber soll dabei das Kupfergeschäft sein, für das ein Wachstum von 20 Prozent prognostiziert wird. Am 10. Dezember dürften weitere Details zur langfristigen Ressourcenplanung folgen.
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